Claudia Brunner Brunner Epistemische Gewalt

Epistemische Gewalt

von Claudia Brunner

Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne

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Beschreibung

Wissen(-schaft) ist Bestandteil von Gewalt, nicht ihr Gegenteil. Das Konzept epistemischer Gewalt problematisiert diesen bisher vernachlässigten Zusammenhang.
Gewalt ist nicht nur Ereignis, sondern auch Prozess und Verhältnis. Sie zerstört Ordnung nicht nur, sondern begründet sie auch und hält sie aufrecht. Der Dimension des Wissens wird in den meisten Gewaltdebatten nur wenig Bedeutung beigemessen, gilt sie doch als Gegenteil von oder als Gegenmittel zu Gewalt. Mit dem Begriff der »epistemischen Gewalt« rückt Claudia Brunner den konstitutiven Zusammenhang von Wissen, Herrschaft und Gewalt in der kolonialen Moderne, unserer Gegenwart, in den Fokus. Ausgehend von feministischer, post- und dekolonialer Theorie entwickelt sie in Auseinandersetzung mit struktureller, kultureller, symbolischer und normativer Gewalt ein transdisziplinäres Konzept epistemischer Gewalt.

Autor*in

Claudia Brunner
Claudia Brunner (PD Mag. Dr. phil.), geb. 1972, ist Assoziierte Professorin am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt. Ihre Arbeit zum Zusammenhang von Wissen(-schaft) und Gewalt wurde mit dem Christiane-Rajewsky-Preis sowie dem Caroline-von-Humboldt-Preis ausgezeichnet und im Rahmen des Elise-Richter-Exzellenzprogramms des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert.

Themen in »Epistemische Gewalt«

Gewalt Violence Knowledge Wissen Colonialism Kolonialismus Epistemology Epistemologie Internationale Beziehungen International Relations Science Wissenschaft Feminist Theory Feministische Theorie Pierre Bourdieu

Stimmen zu »Epistemische Gewalt«

»Especially researchers within the field of Area Studies could profit from the inclusion of the epistemic violence concept in their research to become aware of those knowledge systems suppressed by Western academia and to reflect on how their own work partakes in this process of violence.«
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»Wer [...] aus der Friedens- und Konfliktforschung kommt, wird eine kanonorientierte Einführung in das Thema epistemische Gewalt wertschätzen.«
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»Die Autorin [leistet] einen wichtigen Beitrag zur Herrschaftskritik der kolonialen Moderne und eröffnet so neue Wege für eine kritische und global ausgerichtete Gewaltforschung.«
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»Eine für ein breiteres Publikum zugängliche, anregende Leseerfahrung, die zum Weiterdenken anregt.«
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»Eine anspruchsvolle, fundierte und differenzierte Auseinandersetzung mit der notwendigen, aber unangenehmen Frage nach epistemischer Gewalt.«
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»Claudia Brunners Werk [wirft] auch für ›Praktiker*innen‹ der Gewaltfreiheit ein neues Licht auf viele übernommene Begriffe und Konzepte.«
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»Brunners Monographie präsentiert sich nicht nur als wichtige kolonialismuskritische Auseinandersetzung mit Gewaltdebatten und Gewaltverständnissen aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern, sondern ihre Überlegungen tragen auch wesentlich zu einer sozialwissenschaftlichen Schärfung des Konzepts der epistemischen Gewalt bei.«
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Besprochen in:Wissenschaft & Frieden, 2 (2020)www.centrum3.at, 6 (2020)www.frauensolidaritaet.org, 6 (2020)Spinnrad, 2 (2020)
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Details

ISBN: 9783839451311
Verlag: transcript
Erscheinung: 02.04.2020

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