Was bleibt, wenn wir uns durch die Timelines geliked, geklickt und gewischt haben? Geert Lovink über den Nihilismus der Plattformen und ihre Überwindung.
Facebook, Twitter, Instagram, Tinder und Co. – all das Klicken, Scrollen, Wischen und Liken lässt uns am Ende sinnentleert zurück. Traurigkeit ist zum Designproblem geworden, die Höhen und Tiefen der Melancholie sind längst in den Social-Media-Plattformen kodiert. Geert Lovink bietet eine kritische Analyse der aktuellen Kontroversen, die sich um Social Media, Fake News, toxische virale Meme und Online-Sucht drehen. Er zeigt: Die Suche nach einem großen Entwurf darf als gescheitert gelten – und hat zu einer entpolitisierten Internetforschung geführt, die weder radikale Kritik übt noch echte Alternativen aufzeigt.Wir sind aufgerufen, die künstliche Intimität von Social Media, Messenger-Apps und Selfies zu akzeptieren, denn Langeweile ist die erste Stufe der Überwindung des »Plattform-Nihilismus«. Und dann, wenn der Nebel sich lichtet, können wir daran arbeiten, die Datenfresser-Industrien in ihrem Kern zu treffen.
Geert Lovink
Geert Lovink ist ein niederländischer Medientheoretiker, Internetkritiker und Autor. 2004 gründete er das Institute of Network Cultures an der Hogeschool van Amsterdam, das nach seiner Pensionierung 2026 unabhängig wird. Er ist Teil von Unterstützungskampagnen für ukrainische Künstler, insbesondere UkrainaTV (Krakau) und das damit verbundene StreamArtNetwork.
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»Das Buch [...] sollte von allen Nutzerinnen und Nutzern sozialer Medien gelesen werden. Es leistet aufgrund seiner fundierten Netzkritik einen wichtigen Beitrag zur Debatte über den Plattformkapitalismus.«
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»Schonungslose Befunde.«
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»Lovink ist nicht auf der Suche nach dem richtigen Leben im Falschen, sondern nach den Türen, die das falsche Jetzt trotz allem bereithält. Und er wirbt mit Nachdruck dafür, diese zu durchschreiten. Sein Band ist deshalb eine lohnende Rundschau über Ideen und Theorien, die er teils verwirft, teils positiv heranzieht.«
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»Das Buch ist für jeden aktuellen und zukünftigen Teilnehmer an sozialen Netzen eine Pflichtlektüre wegen ihres hohen, dichten Informationsgehalts, seiner treffenden Analysen und wegen der Vorstellung von Visionen zur Verbesserung und allgemein zur Zukunft des Netzes, die es propagiert und transportiert.«
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Besprochen in:iX, 3 (2020), Jürgen DiercksCommunicatio Socialis, 3 (2020), Alexander Godullac't, 21 (2020), Pit Noack
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»Sehr wichtiges, mit Scharfblick durch Blasen und Phänomene des Digitalen schneidendes Buch.«
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