A renewed attention to artefacts is one of the consequences of the spatial turn. Searching for religion in such phenomenal areas can chart the margins of the religious field anew.
Eine Konsequenz des spatial turns ist die Thematisierung von Artefakten. Die Suche nach Religion in solchen Phänomenbereichen vermisst die Ränder des religiösen Feldes neu.
Religion in der Kunst – Kunst in der Religion? Mit Blick auf das Kerngeschäft der emanzipierten sozialen Felder »Kunst« und »Religion« lassen sich derartige Verhältnisbestimmungen heute theoretisch treffen. Wo aber Religionspraxis sich jenseits der Kirchen etabliert, wo die Grenzen von Kunstraum und Alltagswelt unscharf werden, wo sich in offenen Netzwerken Akteure und Akteurinnen mit differierendem Selbstverständnis verknüpfen, entstehen eigenwillige Resonanzen zwischen heterogenen symbolischen Ordnungen. Diese hybriden Formen geben den Beiträgen des Bandes Anlass, neu über gegenwärtige Relationen von Kunst, Kunsthandwerk und Religion nachzudenken.
Antje Mickan
Antje Mickan (Dr. theol.), geb. 1966, ist Diplom-Theologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt »Märkte des Besonderen« an der Universität Rostock und Gastdozentin für Seelsorge an der Theologischen Fakultät Rostock. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Religionsästhetik, Altern und Seelsorge sowie soziokultureller Wandel.
Kunsthandwerk Handcraft Religion Religion Hybrid of Religion Religionshybride Artefacts Artefakte Kunstgeschichte Art History Kunst Art Raum Space Religionswissenschaft
Besprochen in:Rerum Religionum, 1 (2019), Helmut A. MüllerEulenfisch, 2 (2019), Rüdiger KaldeweyKirchenpädagogik aktuell, Infobrief 12 (2019)Theologische Literaturzeitung, 145/6 (2020), Johann Hinrich Claussen
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»Der Band [regt] dazu an, bei Programmplanungen im religiösen und kulturellen Bereich stärker neue (theoretische) Zugänge zu Kunst und Kunstvermittlung zu beachten und den Dialog zwischen Theologie und Kunst praktisch werden zu lassen.«
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