Scripted Reality is more than just a way of producing television: it emphasizes the inseparability of reality and fiction, thus becoming an expression of the television experience itself.
Scripted Reality ist mehr als nur eine Produktionsweise des Fernsehens: Es betont die Untrennbarkeit von Realität und Fiktion und wird so zum Ausdruck der Fernseherfahrung selbst.
Das sogenannte »Reality TV« spielt mit der Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Doch wie lässt sich dieses Format analysieren?Aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive formuliert Jule Korte eine Beschreibungsebene für Fernseherfahrung, in der sich diese nicht mehr generalisieren lässt. Vielmehr schlägt sie vor, Fernseherfahrung als relationale Dynamik zu verstehen, in der sich Bedeutsamkeiten formieren, die nicht entweder dem Fernsehen oder dem »wirklichen« Leben entspringen, sondern deren Relevanz sich genau in der Halbwelt zwischen Script und Reality, in einer gemeinsamen Erfahrungsökologie entfaltet. Aus einer empirischen Studie mit Jugendlichen zu Scripted Reality-Formaten ergründet sie solche Ökologien und betont die Untrennbarkeit von »medialer« und »gewöhnlicher« Erfahrung.
Jule Korte
Jule Korte hat am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf promoviert. Sie forscht zu Fernsehen, Fernsehtheorie und -philosophie und beschäftigt sich mit der Frage nach geeigneten Methoden zur Beschreibung und Erforschung von Fernseherfahrung. Ihr besonderes Interesse gilt dabei Formen und Formaten des Reality TV und seiner Verschränkung mit Alltagserfahrungen.
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Besprochen in:www.hhprinzler.de, 14.05.2020, Hans Helmut Prinzler
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»Jule Kortes Buch ist ein Buch der Suche und des Ausprobierens. Eine Suche nach Methoden, Mitteln und einer Sprache, die Prozesse affektiver Erfahrbarkeit von ›Scripted-Reality‹-Formaten unter Jugendlichen erfahrbar werden lässt und nachvollziehbar vermittelt.«
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»Die Autorin [reichert] theoretische Hintergründe durch viele spannende Exkurse an.«
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»Das Buch enthält zweifellos viele interessante Exkurse und kluge theoretische Abhandlungen, die Fernsehen als einen fixen Bestandteil unserer Alltagskultur beschreiben. Es fokussiert das Thema ›Medienökologie‹ und trifft damit einen Nerv.«
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