The cultural philosophical analysis of the secularization of the exodus contrasts despotic and emancipatory aspects of psychoanalytic, literary and political adaptations of the biblical myth.
Die kulturphilosophische Analyse der Säkularisierung des Exodus kontrastiert despotische und emanzipatorische Aspekte psychoanalytischer, literarischer und politischer Bearbeitungen des biblischen Mythos.
Widerstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung wird durch physische Abscheu, theoretischen Widerspruch und in einem großen Maß durch Mythen über eine machbare Befreiung animiert. Aus diesem Grund inspiriert die Erzählung des Exodus der Israeliten aus Ägypten auch heute noch dazu, für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Laurin Mackowitz' Vergleich von Sigmund Freuds, Thomas Manns, Michael Walzers und Paolo Virnos Auseinandersetzungen mit dem Exodus zeigt allerdings, dass dieser Mythos nicht nur zur narrativen Verankerung von Gerechtigkeit und Freiheit, sondern ebenso zur Konstruktion nationaler Identitäten und Legitimierung despotischer Politiken benutzt werden kann.
Laurin Mackowitz
Laurin Mackowitz promovierte am Institut für Philosophie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Er forscht über Metaphern der Mitgliedschaft, kollektive Identitäten, Taktiken kulturellen Aktivismus' und Erinnerungspolitiken von Migration an der Universität Innsbruck.
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