A different monetary system is possible: Local complementary currencies show the possibility of another monetary system that places donation and reciprocity alongside market exchange.
Ein anderes Geldsystem ist möglich – lokale Komplementärwährungen zeigen die Möglichkeit eines anderen Geldsystems auf, das Gabe und Reziprozität an die Seite des Markttausches stellt.
In der Regel wird Geld als Tauschmittel auf Märkten begriffen, das von Staaten und Geschäftsbanken kontrolliert wird. Zahlreiche lokale Geldformen zeigen demgegenüber Möglichkeiten einer zivilgesellschaftlichen Aneignung von Geld auf. Solche Komplementärwährungskreisläufe betten Wirtschaft sozial und kulturell ein und schaffen im Kleinen reziprozitätsbasierte Interaktionsformen jenseits des Markttauschs: An die Seite der Marktlogik tritt die Logik der Gabe.Anhand einer vergleichenden Fallstudie dreier Regiogelder aus London und Stroud in England sowie Vorarlberg in Österreich zeichnet Philipp Degens die besonderen Verwendungspraktiken und Bedeutungszuschreibungen nach, auf denen solche Komplementärwährungen basieren.
Philipp Degens
Philipp Degens (Dr. rer. pol.), geb. 1980, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Kollegforschungsgruppe »Zukünfte der Nachhaltigkeit« an der Universität Hamburg. Zudem leitet er das Teilprojekt »Zivilgesellschaftliche Analyse« im BMBF-Verbundprojekt »Teilgabe«.
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Besprochen in:Soziopolis, 17.10.2019, Christian Thiel
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»Ein wirklich großartiges Buch.«
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»Der Text [bietet] wie wenige andere einen ausführlichen und gleichzeitig flüssigen und gut lesbaren Einblick in die ökonomische, anthropologische und soziologische Geldforschung.«
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»Das Buch ist für Anhängerinnen einer Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft mit Gewinn zu lesen.«
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»Das vorliegende Werk [verdeutlicht] auf gelungene Weise Praktiken und Bedeutungszuschreibungen rund ums Regionalgeld und [trägt] so zu einem besseren Verständnis dieser speziellen Geldkreisläufe [bei].«
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