»Nobody listens to the people that live in poverty when making decisions in this world.« (Malang Kohestani, Afghan story collector and singer) About the necessity and challenge to research de-colonially...
»Keiner hört auf die Menschen, die in Armut leben, bei den Entscheidungen in dieser Welt.« (Malang Kohestani, afghanischer Geschichtensammler und Sänger) Von der Notwendigkeit und der Schwierigkeit, dekolonial zu forschen ...
Afghanische basisdemokratische und feministische Akteure äußern deutlich ihren Widerspruch zum externen Peacebuilding – doch sie werden nicht gehört. Ihre Analysen und Ideen werden von Politik und Wissenschaft weitgehend ausgeschlossen.Darin schlägt sich, so kann Mechthild Exo zeigen, die koloniale, epistemische Gewalt in der Weltpolitik nieder. Anschaulich und lebendig stellt sie das »unerwünschte Wissen« von vier afghanischen Organisationen vor, die in der künstlerischen Menschenrechtsarbeit, der feministischen Frauenorganisierung seit den 1970ern mit RAWA, dem Kampf gegen die Straflosigkeit von Kriegsverbrechern beziehungsweise dem besatzungskritischen Aufbau demokratischer Strukturen tätig sind. Die Studie ist eine bahnbrechende Pionierarbeit der dekolonialen Friedensforschung.
Mechthild Exo
Mechthild Exo (Dr. rer. pol.), geb. 1966, ist Friedens- und Konfliktforscherin sowie antimilitaristische Aktivistin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Dekolonialisierung von Forschungsmethodologien und Präsentationsformen, feministisch-dekoloniale Kritik zentraler Theorien und Konzepte der Weltpolitik, basisdemokratische Selbstorganisation sowie neue Modelle für Friedensordnungen. Sie arbeitet als Dozentin für Transkulturalität an der Hochschule Emden.
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Besprochen in:International Quarterly for Asian Studies, 3-4 (2017), Katja Mielke
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»Die Studie ist eine Pionierarbeit der dekolonialen Friedensforschung.«
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»Ein wichtiger Denkanstoß!«
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»Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Konflikte in Afghanistan, zur Kritik an der Theorie und Praxis des liberalen peacebuildings und zur Rolle der Wissenschaft sowie für die Weiterentwicklung dekolonialer Forschung.«
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