We are being overrun by the plastic words of industrial production. This newspeak both accompanies and highlights the increasing 'professionalisation' of care and social work. In reality, however, this amounts to the brutal objectification of human care under the guise of optimisation. This volume's contributors plead for a radical change of course and demand a deprofessionalisation of the social sector. Rather than understanding this as a concrete program, however, they encourage getting rid of the corset of efficiency and a renewed focus on the uncompromised skills of affection and generosity.
Der soziale Bereich braucht einen radikalen Kurswechsel! Eine kritische Analyse über die entfremdete Sprache in der Versorgungsindustrie.
Plastikwörter aus der industriellen Produktion überrollen uns. Dieser Neusprech markiert und begleitet die zunehmende »Professionalisierung« von Pflege und sozialer Arbeit. Doch unter dem Vorwand der Optimierung wird tatsächlich die brutale Verdinglichung mitmenschlicher Zuwendung betrieben.Die Beiträger_innen plädieren für einen radikalen Kurswechsel und fordern eine Entprofessionalisierung im sozialen Bereich, die sie jedoch nicht als konkretes Programm verstehen. Vielmehr ermutigen sie dazu, sich des Korsetts der Effizienz zu entledigen und sich auf Warmherzigkeit und Großherzigkeit zu besinnen, die ein unverbildetes Können ausmachen.
Reimer Gronemeyer
Reimer Gronemeyer ist Professor für Soziologie an der Justus-Liebig-Universtität Gießen. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit den Fragen des Alterns in der Gesellschaft. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf Demenz, der Hospizbewegung und der Palliative Care. Er ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Aktion Demenz e.V.
Pflegeindustrie Care Industry Soziale Arbeit Social Work Versorgung Patient-centered Care Vernetzung Networks Zivilgesellschaft Civil Society Dignity Würde Pflege Care Professionalisierung
»Eine Anregung für die Diskussion über ›gutes Leben bis zuletzt‹ ist diese Streitschrift [...] allemal – wie auch ein wichtiges Plädoyer für eine achtsame Sprache abseits technokratischen Jargons.«
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»Provokant. Gut so.«
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»Alle, die es satt haben, die Invasion von Plastikwörtern aus Industrie und Ökonomie in die soziale Pflege kritiklos hinzunehmen, wird dieses Buch sehr interessieren.«
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»Ein lesenswertes, spannendes Buch.«
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»Nie gefällig, stets kritisch im besten aller Sinne, lädt dieses Buch immer wieder ein zum Nachdenken und zur bewussten Wahrnehmung dessen, was im Alltag des sozialen Bereichs gesprochen und vor allem wie dort gehandelt wird.Ein Buch der dauernden Aufklärung, in dem es letztlich auch darum geht, dazu beizutragen, die Wiedererwärmung der Gesellschaft nicht aufzugeben. Unbedingt lesen!«
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»Das Wörterbuch nimmt sich eines wichtigen Aspekts an: die kritische Auseinandersetzung mit den etablierten oder vielleicht auch oft nur scheinbar klaren Begriffen, die in einer Fachkultur verwendet werden. Durch die völlig unterschiedliche Auseinandersetzung mit den Begriffen wird das Wörter- eher zu einer Art Lesebuch, die das eigene Denken anregt und von Disziplin wie Profession selbstkritisch wahrgenommen werden sollte.«
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»Eine spannende Intervention.«
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Besprochen in:Pro Pflege, 18.05.2017, Werner Schellneue caritas, 11 (2017)http://www.bvpraevention.de, 03.07.2017BBE-Newsletter, 13.07.2017www.pflege-shv.de, 8 (2017), Harald Spiesdemenz, 34 (2017)Suchtmagazin, 6 (2017)
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