Wenn Informationen zu Waffen werden: Am Beispiel des Irakkriegs leistet der Band die erste systematische Untersuchung von »Military Blogs« an der Grenze zwischen privater Botschaft und Kriegsberichterstattung.
Blogs von Soldaten aus dem Irakkrieg sind Teil bedeutsamer Umstrukturierungen unserer Medienkultur: Soldaten werden zu Journalisten, persönliche Botschaften zu Kriegsberichterstattung. Johanna Roering beschreibt erstmals systematisch dieses Phänomen, indem sie Darstellungsverfahren und Kommunikationsprozesse in »Military Blogs« untersucht. Dabei wird deutlich, dass »Military Blogs« gleichzeitig der interpersonalen Kommunikation dienen und sich in einen online stattfindenden »Infowar« einfügen. Hoffnungen auf kriegskritische Augenzeugenberichte werden meist enttäuscht. Dennoch: »Military Blogs« eröffnen dem Leser eine soldatische Perspektive auf den Komplex »Irakkrieg« – von der Militärstrategie bis hin zu Themen wie posttraumatischem Stress.
Johanna Roering
Johanna Roering (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Amerikanistik an der Universität Tübingen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Neue Medien und die Politik populärer Kulturen.
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»[Die] sorgfältig erarbeitete Analyse moderner Kriegsberichterstattung, unter dem auch in der medialen Welt neuen Aspekt spezifischer Informationen, eröffnen dem Leser einen völlig neuen Zugang zu der so differenzierten Kriegssituation.«
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Besprochen in:www.friedensnews.at, 11 (2012), Andreas Hermann LandlGMK-Newsletter, 1 (2013)Wissenschaft und Frieden, 1 (2013)IF- Innere Führung, 1 (2013), Aschot ManutscharjanGMK-Newsletter, 4 (2013)Wehrmedizinische Monatsschrift, 57/7 (2013), Franz-J. Lemmens
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