Schwul und Moslem – wie wird Mehrfachdiskriminierung erlebt? Ein lebendiger Blick auf den urbanen Alltag von Minderheiten in der Mehrheitsgesellschaft.
»Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer ...«Dieser profunde Beitrag zur Erforschung der Mehrfachdiskriminierung in den städtischen liberalen Milieus der Mehrheitsgesellschaft untersucht binationale schwule Paare in Berlin, die zugleich mit Homophobie und Islamophobie konfrontiert sind. Zülfukar Cetin zeichnet die Geschichte und historische Entwicklung der Diskriminierung plausibel nach und zeigt, dass die Homophobie aus den Prämissen der Heteronormativität und den daraus folgenden Normalisierungsprozessen resultiert.Die Studie macht deutlich, dass die untersuchten Diskriminierungsbegriffe eng mit der Macht des Diskurses verbunden sind.
Zülfukar Çetin
Zülfukar Çetin, Prof. Dr., ist Professor für Migration und Diversity im Studiengang Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Migrationspolitik, Antidiskriminierungspolitik, (antimuslimischer) Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Queer Theorie und Politik, Heteronormativität und Homonationalismus.
Diskriminierung Racism Migration Rassismus Homophobie Gender Islam Islamophobie Migration Queer Theory Queer Studies Islamic Studies Social Inequality Heteronormativität Intersektionalität
»Die Studie bietet [...] differenzierte Einblicke in konkrete Fälle von Mehrfachdiskriminierung, die typologisch auf das intersektionale Analysemodell bezogen werden.«
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»Zum Thema Mehrfachdiskriminierung liegen bis heute vergleichsweise nur wenige wissenschaftliche Forschungen und theoretische Auseinandersetzungen vor – umso relevanter ist hier Çetins Beitrag.«
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»[Die] rekonstruktive Auswertung der ausgewählten Interviews geht detailreich in die Tiefe.«
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»Çetins Analyse kratzt am Selbstbild der europäischen, sich aufgeklärt glaubenden Gesellschaft: Homophobie, Rassismus und Islamophobie sind durchgehende und strukturelle Merkmale einer Mehrheitsgesellschaft, die von sich selbst meint, toleranter als andere Bevölkerungsgruppen zu sein, und damit hegemoniale Machtverhältnisse aufrecht erhält.«
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»Spannend zu lesende Studie.«
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»Ist bereits der theoretische Teil der Arbeit sehr lesenswert, weil er einen sehr guten Überblick über den aktuellen Forschungsstand bietet, [...] liefert der praktische Teil der biographisch-narrativen Interviews eine ebenfalls sehr gute exemplarische Ausführung, von der anschließende Forschungsarbeiten profitieren werden.«
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»Bereichernd ist die Studie [...], weil sie die subjektiven Wahrnehmungen der Interviewpartner und deren Umgang mit Erfahrungen von intersektionalen Diskriminierungen ausführlich darlegt.«
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»Eine vorzügliche qualitative intersektionale Untersuchung. [...]Çetins Arbeit ist ein wichtiger Schritt, Diskriminierungen und ihre Verschränkungen nachhaltig in den Blick zu bekommen und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen zu können.«
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Besprochen in:Medienspiegel der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft, 6 (2012)IDA-NRW, 18/2 (2012)Queeramnesty Berlin, 10 (2012), Eva Kalnywww.qwien.at, 25.04.2013, Andreas BrunnerZeitschrift für Sexualforschung, 47/2 (2014), Michael Bochowwww.ufuq.de, 21.07.2020
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»Das Buch setzt mit seiner beeindruckenden Analyse von Mehrfachdiskriminierungen wichtige Maßstäbe für zukünftige antirassistische
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