Katastrophe deutsches Kino? Der Band schreibt eine etwas andere Geschichte des deutschen Films: als Krisengeschichte des Ästhetischen – von ihren Rändern, Brüchen und Aporien her.
Politische Einschnitte, kulturelle Antinomien und gesellschaftliche Umbrüche prägen den deutschen Film von seinen Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart.Dieses Buch ist der Versuch, Filmgeschichte im Zeichen einer »Krisenhistoriografie« von ihren Grenzphänomenen und Übergangserscheinungen her zu erkunden. Wie Filme ihre historische Bedingtheit ästhetisch verhandeln, ist die Ausgangsfrage des Buches, das »Geschichte« auf diese Weise durch die Filme denkt, anstatt über sie hinweg. Quer zu etablierten Epochengrenzen gilt das Interesse historischen Ungleichzeitigkeiten und ästhetischen Verwerfungen, an denen vor allem die vergangenen Gegenwarten oder auch die zu bestimmten Zeitpunkten dem Film in Deutschland gerade noch – oder eben nicht mehr – möglichen Zukunftshorizonte sichtbar werden.
Michael Wedel
Michael Wedel (Prof. Dr.) lehrt Mediengeschichte und Filmtheorie an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg.
Filmgeschichte Cultural History Kulturgeschichte Film Filmästhetik Memory Culture German History Deutscher Film Film Media Studies Erinnerungskultur Deutsche Geschichte Medienwissenschaft
»Selten wurde deutsche Film(früh)geschichte so bereichernd und klar gedacht.«
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»Ein grandioses Panorama gegenwärtiger film- und medienhistorischer Bestandsaufnahmen und Perspektiven im Sinne der New Film History.«
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»Michael Wedel ist es hoch anzurechnen, dass er in seinem Buch die Meriten von Bois' einziger DEFA-Regiearbeit würdigt.«
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Besprochen in: GMK-News, 3 (2011)www.lehrerbibliothek.de, 5 (2011), Jens Walterfriedrich – Zeitschrift für Potsdam, 4 (2011)www.hhprinzler.de, 10 (2011)Camera Austria, 116 (2011), Drehli RobnikGERMANISTIK, 52/3-4 (2012)
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»Ein großer (Ent-)Wurf [...]. Hier zeigt sich, wie produktiv und nützlich die Beschäftigung mit der Filmgeschichte auch im Zeitalter einer digital geprägten Medienlandschaft ist.«
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