»Neue Unterschicht«, »Prekariat« & Co. - neue Begriffe prägen die zentralen gesellschaftspolitischen Debatten der Gegenwart. Doch was steckt an Wirklichkeit dahinter: das diskutiert dieser Band.
Die »neue Unterschicht« ist disziplinlos, arbeitsscheu, dumm, fettleibig, fernsehsüchtig - kurz: »Unterschichtler« sind asozial. Solche Zuschreibungen beherrschen die aktuelle Debatte über die »Unterschicht« und das »Prekariat« in seiner »abgehängten« Form. Doch wer wird hier eigentlich beschrieben und was für ein Bild von Gesellschaft wird dabei produziert?Neben der kritischen Auseinandersetzung mit Mainstream-Diskursen über »die da unten« wird Prekarisierung in diesem Band auch als gesamtgesellschaftliches Phänomen in den Blick genommen. »Unterschicht« und Prekarität werden dabei aus sozialwissenschaftlichen, künstlerischen und lebensweltlichen Perspektiven thematisiert.
Claudio Altenhain
Claudio Altenhain arbeitet am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig und ist im »Engagierte Wissenschaft« e.V. aktiv.
Unterschicht Work Social Movements Prekariat Postfordismus Social Inequality Arbeit Neoliberalism Diskursanalyse Poverty Soziale Bewegungen Social Policy Soziale Ungleichheit Political Science Sociology
»›Von Neuer Unterschicht und Prekariat‹ ist eine auf hohem Niveau geführte Diskussion zur Differenzierung verschiedener Begrifflichkeiten in der Debatte um den Umbruch in unserer Gesellschaft. Die Beiträge dieses Bandes bieten interessante Herangehensweisen an ganz unterschiedliche Teilaspekte der Diskussion um die sogenannte neue Unterschicht.Wer nach Denkanstößen zur Debatte um die ›neu Unterschicht‹ sucht, dem sei dieser Band ausdrücklich empfohlen.«
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Besprochen in:sozialarbeitsnetz.de, 26.03.2009, Tarek Bamberger
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»Um einer umfassenden Betrachtung Raum zu bieten, berücksichtigt der Band sowohl diskursanalytische Ansätze und Begriffskriterien als auch die Debatten über Prekarisierung als gesellschaftliches Phänomen.«
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»[Es werden] interessante Fragen für weiterführende Forschungsarbeiten aufgeworfen, so zum Beispiel nach der massenmedialen Repräsentation der unteren Bevölkerungsschichten, der subjektiven Verarbeitung objektiver sozio-ökonomischer Unsicherheiten oder auch ihren politischen Folgen.«
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