Der Aufbau psychosozialer Hilfen für Menschen, die in Kriegs- und Krisengebieten jahrelang und andauernd Terror und Zerstörung erfahren, ist wichtig und schwierig zugleich, da man keine Völker zum Therapeuten schicken kann und da die Fachkräfte vor Ort oft selbst traumatisiert sind. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen für diese Problematik stand im Zentrum des Projekts »Kicking the Ball and Taking Care«, das in Kooperation zwischen Palästinensischen, Deutschen und Schweizer Fachkräften über sechs Jahre hinweg im Gazastreifen und im Westjordanland durchgeführt wurde und im vorliegenden Buch vorgestellt wird.
Der Aufbau psychosozialer Hilfen für Menschen, die in Kriegs- und Krisengebieten jahrelang und andauernd Terror und Zerstörung erfahren, ist wichtig und schwierig zugleich, da man Völker nicht zu TherapeutInnen schicken kann und weil die Fachkräfte vor Ort oft selbst traumatisiert sind. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen für diese Problematik stand im Zentrum des Projekts »Kicking the Ball and Taking Care«, das in Kooperation zwischen palästinensischen, deutschen und Schweizer Fachkräften über sechs Jahre hinweg im Gazastreifen und im Westjordanland durchgeführt wurde und im vorliegenden Buch vorgestellt wird.
Von der Modellentwicklung über die praktischen Lernerfahrungen bis hin zur lokalen Verstetigung des Projektes werden Chancen und Herausforderungen kontextuell angepasster psychosozialer Arbeit diskutiert: Dabei geht es um Fußball in festen Gruppenstrukturen mit psychologisch fortgebildeten TrainerInnen auf der einen Seite und um die Entwicklung von Reflexions- und Selbstschutzstrukturen für die HelferInnen vor Ort auf der anderen Seite. Schließlich greift das Buch die Komplexität internationaler Hilfen und der Zusammenarbeit im Spannungsdreieck Israel - Palästina - Deutschland auf.
Mit Beiträgen von Murad Amro, David Becker, Elise Bittenbinder, Ilia Castellanos, Conrad Frey, Kathrin Groninger, Rawya Hamam, Patrick Haemmerle, Teresa Hoffmann, Kay Kirschner, Lenssa Mohammed, Peter Platiel, Khitam Shaheen, Souha Shehadeh und Christina Wedell-Westphal
»Sinnvolle psychosoziale Hilfe in Gegenden wie dem Gazastreifen erfordert bewusst kontextualisierte Verknüpfungen zwischen Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit. Im Zentrum der Aufmerksamkeit müssen nicht nur die Hilfsbedürftigen, sondern auch die Helfenden selbst stehen. Die Sorge um ihr Wohlergehen ist ein dringendes Desiderat in der internationalen Zusammenarbeit.«
David Becker
David Becker
David Becker ist Professor für Sozialpsychologie und interkulturelle Praxis an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin. Er berät seit vielen Jahren psychosoziale Fachteams, die in Konflikt- und Krisengebieten tätig sind. Er hat zu den Themen Trauma, internationale Zusammenarbeit, psychosoziale Konfliktanalyse und Staff Care veröffentlicht.
(Stand: August 2022)
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