Eifersucht und Neid sind soziale Emotionen, die auch in der Literatur eine große Rolle spielen. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über wichtige Stationen des sozialen und literarischen Phänomens »Invidia«.
Eifersucht und Neid sind soziale Phänomene, die man bei Geschwisterkindern ebenso wie in Ehen, unter Kollegen oder in anderen Gruppen findet. Sie werden als »soziale Emotionen« durch gesellschaftliche Konstellationen ausgelöst, gestalten diese aber auch. Abhängig vom Destruktionspotenzial und der umgebenden Kultur sind viele Sichtweisen und Bewertungen dieser menschlichen Empfindungen möglich.
Die Aufsätze dieses Bandes stellen anhand literarischer Werke wesentliche kulturpsychologische und psychoanalytische Theorien zum Thema vor und beleuchten dessen soziale Dimension. Die interdisziplinäre Anlage des Bandes lädt außerdem dazu ein, Vergleiche über die Betrachtungsweisen von Eifersucht und Neid in den verschiedenen Wissenschaftskulturen anzustellen.
Mit Beiträgen von Dominic Angeloch, Bozena Anna Badura, Ching-Ho Chuang, Tillmann F. Kreuzer, Alba Polo, Anna Volkova und Kathrin Weber
Interdisziplinäre Analysen zweier grundlegender sozialer Emotionen bei Goethe, Flaubert und anderen.
Tillmann F. Kreuzer
Tillmann F. Kreuzer ist zweifach staatlich examinierter Realschullehrer mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Gemeinsachaftskunde sowie dem Zusatzfach Schülerberatung. Er hat ein Diplom im Fachgebiet der Schulpädagogik sowie einen Magister für Fachdidaktik Germanistik. 2016 hat er zum Themengebiet »Geschwister als Erzieher?!« an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg promoviert. Er ist Mitherausgerber der Zeitschrift Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. Zeitschrift für Psychoanalyse und Tiefenpsychologie und als Gutachter für verschiedene Zeitschriften tätig. Als Analytischer und tieenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut arbeitet er in freier Praxis. In diesem Arbeitsgebiet arbeitet er mit Klienten aus den sonderpädagogischen Feldern der Lernstörungen sowie der emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen erfolgreich zusammen.
Darüber hinaus lehrt er an der Pädagogischen Hochschule Freiburg am Institut für Sonderpädagogik als Akademischer Rat. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Professionalisierung in der Lehrer:innenbildung, Familie - insbesondere Geschwister sowie aktive Väter -, Psychoanalytische Pädagogik, Lern- und Verhaltensstörungen, emotionale und soziale Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen sowie Entwicklung von Mentalisierungsräumen bei Erziehenden.
Stand: Dezember 2023
Kulturpsychologie Kulturwissenschaft Literaturwissenschaft Psychoanalyse