Mario Wolf entwirft ausgehend von Freuds Triebtheorie eine kritische Theorie des Triebs. Er arbeitet die heimliche und negative Dialektik im Freud'schen Werk heraus, um die Selbstbegrenzung des Fortschritts anhand von Eros und Todestrieb begreiflich zu machen - in deren Versöhnung auch die Brechung des Banns der Naturgeschichte liegt.
In unserer heutigen »perversen« Gesellschaft ist der Todestrieb allgegenwärtig. Da in den gegebenen Verhältnissen der destruktive Trieb weit bessere Abfuhrmöglichkeiten hat als die erotischen Kräfte, kippt die Naturbeherrschung unter seinem Einfluss in Zerstörung. Das Individuum wird so zum bloßen Objekt der - ökonomischen wie sexuellen - Ausbeutung.
Mario Wolf entwirft ausgehend von Freuds Triebtheorie eine kritische Theorie des Triebs. Er arbeitet die heimliche und negative Dialektik im Freud'schen Werk heraus, um die Selbstbegrenzung des Fortschritts anhand von Eros und Todestrieb begreiflich zu machen - in deren Versöhnung auch die Brechung des Banns der Naturgeschichte liegt.
Mario Wolf
Mario Wolf arbeitet als qualifizierte Assistenz in der Eingliederungshilfe. Er promovierte zum Thema der kritischen Theorie von Subjektkonstitution und Geschlechterverhältnis mit einem Schwerpunkt auf die psychoanalytische Kulturtheorie. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte sind kritische Theorie, psychoanalytische Trieb- und Kulturtheorie sowie Geschlechterforschung.
Stand: März 2025
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