Heike Liebsch Liebsch Wochenkinder in der DDR

Wochenkinder in der DDR

von Heike Liebsch

Gesellschaftliche Hintergründe und individuelle Lebensverläufe

EUR 29,99

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Beschreibung

Wochenkrippen und Wochenheime stellten in der DDR eine spezielle Form der Fremdbetreuung von Kindern dar. In diesen Einrichtungen wurden Kinder in der Anfangsphase bereits ab der sechsten Lebenswoche, später ab einem Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt untergebracht. Heike Liebsch arbeitet das System der Wochenunterbringung in der DDR umfassend auf. Sie skizziert die gesellschaftlichen Rahmenbedingen und die historische Entwicklung der Wochenbetreuung ebenso wie die individuellen Auswirkungen auf die Menschen und Familiensysteme. Dabei geht Sie unter anderem den Fragen nach: Welche Folgen hatte die heimähnliche Unterbringung für die Wochenkinder? Was ist aus ihnen geworden? Es zeigt sich, dass Betroffene oftmals bis ins hohe Alter an psychischen und gesundheitlichen Spätfolgen leiden.
Wochenkrippen und Wochenheime stellten in der DDR eine spezielle Form der Fremdbetreuung von Kindern dar. In diesen Einrichtungen wurden Kinder in der Anfangsphase bereits ab der sechsten Lebenswoche, später ab einem Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt untergebracht. Hier blieben sie während der Woche rund um die Uhr. Nur an den Wochenenden kamen die Kinder nach Hause zu ihren Familien. Damit sollten vor allem die Mütter umfassend entlastet werden, um ein ungestörtes Studieren oder Arbeiten zu ermöglichen. Gemäß offizieller DDR-Politik standen dabei zwei große Ziele im Fokus: die gleichberechtigten Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen und eine kollektive Erziehung der Kinder. Doch es waren vorrangig ökonomische Faktoren, die hinter dieser institutionalisierten Kinderbetreuung standen: Die Frauen wurden als Arbeitskräfte gebraucht. Heike Liebsch arbeitet das System der Wochenunterbringung in der DDR umfassend auf. Sie skizziert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die historische Entwicklung der Wochenbetreuung ebenso wie die individuellen Auswirkungen auf die Menschen und Familiensysteme. Dabei geht Sie unter anderem den Fragen nach: Welche Folgen hatte die heimähnliche Unterbringung für die Wochenkinder? Was ist aus ihnen geworden? Es zeigt sich, dass Betroffene oftmals bis ins hohe Alter an psychischen und gesundheitlichen Spätfolgen leiden.

Autor*in

Heike Liebsch
Heike Liebsch hat an der TU Dresden Philosophie studiert und an der HS Fulda einen Master Soziale Arbeit/Gemeindepsychiatrie erworben. Seit 1990 arbeitet sie im Bereich der Erwachsenenbildung. Als Historikerin forscht und publiziert sie vorrangig zu jüdischer Lokalgeschichte, jüdischen Friedhöfen und Biografien. Seit 2016 befasst sie sich aus sozialwissenschaftlicher und historischer Sicht mit dem Thema der Wochenkrippen- und Wochenheimkinder in der DDR. 2023 promovierte Sie zum Thema »Wochenkinder in der DDR« an der Universität Erfurt. Stand: August 2023

Themen in »Wochenkinder in der DDR«

Wochenkinder psychosomatische Folgen emotionale Deprivation Bindungsstörungen komplexe Traumafolgen Late onset PTSD Wochenkrippen DDR Geschichte psychische Folgen frühkindlich Fremdbetreuung Biografie Gesellschaft Wochenheim

Stimmen zu »Wochenkinder in der DDR«

Details

ISBN: 9783837961164
Verlag: Psychosozial-Verlag
Erscheinung: 01.06.2023

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