Die Beiträger*innen dieses inter- und transdisziplinären Sammelbands widmen sich der Frage, wie sich rechtsextreme Ideologien und Gewaltformen ideengeschichtlich, diskursiv und sozial manifestieren, verflechten, wandeln und konsolidieren. Dabei bieten sie praxisrelevante Erkenntnisse für Forschung, Bildung und Beratung.
Im Fokus dieses inter- und transdisziplinären Sammelbands stehen die ideologischen Fundamente des Rechtsextremismus, rechtsterroristische Radikalisierungsprozesse sowie subjektive und gesellschaftliche Umgangsweisen mit rechtsextremer Ideologie und Gewalt. Dabei werden historische Tiefenschichten ebenso sichtbar wie aktuelle Dynamiken rechter Radikalisierung. Ziel der Beiträger*innen ist es, gängige Forschungsparadigmen kritisch zu hinterfragen, Begriffs- und Analyseinstrumente weiterzuentwickeln und Impulse für eine disziplinübergreifende Forschung zu setzen. Sie fordern zu einer differenzierten Auseinandersetzung auf, die über einfache Kategorisierungen hinausgeht und die Komplexität rechtsextremer Ideologien und Gewaltformen in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar macht.
Mit Beiträgen von Jennifer Degner-Mantoan, Janina Drewes, Nele Fuchs, Lara Helmke, Yassir Jakani, Charlie Kaufhold, Grigori Khislavski, Claudia Lozano, Lena Mertens, Judith Gloria Pörschke, Antonia Rode, Regula Selbmann und Silvia Volckmann
- Verbindung geschichtswissenschaftlicher, soziologischer, sozialpsychologischer, psychoanalytischer, genderbezogener sowie opfer- und betroffenenzentrierter Zugänge
- Praxisrelevante Erkenntnisse für Forschung, Bildung und Beratung
- Kritik gängiger Forschungsparadigmen und Weiterentwicklung von Begriffs- und Analyseinstrumenten
- Impulse für differenzierte, komplexe Analysen von Ideologien und Gewalt
Yassir Jakani
Yassir Jakani ist Zeithistoriker und Promotionsstipendiat im IPU-KKC-Graduiertenkolleg Traumata und kollektive Gewalt. In seiner Dissertation untersucht er die öffentliche Aushandlung und Anerkennung rechtsextremer Gewalt in Deutschland seit 1990 - mit einem besonderen Fokus auf die Opfer- und Betroffenenperspektive. Als Doktorand, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent forscht und lehrt er an den Lehrstühlen für Sozialtheorie und Sozialpsychologie sowie Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Extremismus-, Terrorismus- und Gewaltforschung sowie in der Rassismus- und Migrationsforschung.
Stand: Juli 2025
Rechtsextremismus Rechtsterrorismus Antifeminismus Interdisziplinarität Betroffenenperspektive Historische Kontinuitäten Psychosoziale Radikalisierungsdynamiken Männlichkeitskonstruktionen im Rechtsextremismus Transnationale rechte Netzwerke Opferperspektive Rechte Ideologie extreme Rechte Transdisziplinarität Extremismusforschung Radikalisierungsprozess