Welche Erfahrungen haben unsere Urgroßeltern oder Großeltern als Kleinkinder, Kinder oder Heranwachsende im Ersten Weltkrieg gemacht? Welchen seelischen Belastungen waren sie ausgesetzt? Anhand von Zeitdokumenten und Selbstzeugnissen der Betroffenen rekonstruiert die Autorin ein Bild der Kindheit im Ersten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf die folgenden Generationen.
Welche Erfahrungen haben unsere Urgroßeltern oder Großeltern als Kleinkinder, Kinder oder Heranwachsende im Ersten Weltkrieg gemacht? Welchen seelischen Belastungen waren sie ausgesetzt? Viele von ihnen wuchsen ohne Väter und mit überlasteten Müttern auf, übernahmen früh Verantwortung und waren oft sich selbst überlassen. Auch die Nachkriegszeit brachte durch die Wirren von Revolution, Inflation und Weltwirtschaftskrise kein Ende der Not. In diesem Sinne hat die Lyrikerin Mascha Kaléko diese Generation treffend als »Kinder der eisernen Zeit« charakterisiert.
Viele der Betroffenen haben über ihre Kindheit und Jugend im Ersten Weltkrieg zeitlebens kaum etwas mitgeteilt. Erst seitdem Angehörige der Kriegskindergeneration des Zweiten Weltkriegs zu fragen beginnen, unter welchen Bedingungen ihre Eltern aufgewachsen sind, rücken die generationenübergreifenden Erfahrungen in den Fokus. Anhand von Zeitdokumenten und Selbstzeugnissen der Betroffenen rekonstruiert die Autorin ein eindrucksvolles Bild der Kindheit im Ersten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf die folgenden Generationen.
Barbara Stambolis
Erster Weltkrieg Geschichte Kindheitsgeschichte Kriegskinder Weimarer Republik
»Insgesamt liefert das Buch einen guten Einblick in die Diskurse um und die Erfahrungen von Kindern im Ersten Weltkrieg.«
Lu Seegers, Historische Zeitschrift 303/3
»Die Stärke des Buches besteht vor allem in dem Mut, sich auf ein weitgehend brachliegendes Feld zu begeben und ein bis heute fortwirkendes Thema in der longue durée quellenbasiert zu bearbeiten. Überdies sorgen inhaltliche Prägnanz, ein flüssiger Schreibstil und zahlreiche Abbildungen für eine kurzweilige Lektüre.«
Markus Raasch, Vierteljahreszeitschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 1/2016
»Obwohl wegen des 100-jährigen Jubiläums viele Bücher zu den politischen Aspekten des 1. Weltkriegs erschienen sind, wird die Erfahrungsgeschichte der Kinder kaum behandelt. Diese Lücke schließt dieses gut zu lesende Buch, dass einen vorsichtigen Brückenschlag zwischen Kindheits- und Jugenderfahrungen im bzw. nach dem 1. Weltkrieg und dem 2. Weltkrieg versucht.«
Freya Rickert, ekz.bibliotheksservice am 24. November 2014
»Es ist sehr zu empfehlen für den Unterrichtsgebrauch, da es eine differenzierte zeitgeschichtliche Sicht ermöglicht, die durch die Angaben zu den Quellen und zu weiter führender Literatur noch vertieft werden kann. Es stellt reichlich Material zum Nachdenken bereit, gibt dem Leser aber genügend Raum, dieses Material selbständig und eigenverantwortlich zu interpretieren und über die eigene familiäre und politische Hinterlassenschaft nachzudenken.«
Prof. Dr. Gertrud Hardtmann, www.socialnet.de am 30. September 2014
»Barbara Stambolis dokumentiert hier sehr gut anhand der zeitlichen Folge, wie Kinder den Ersten Weltkrieg erlebt haben, wie sie gesehen bzw. behandelt wurden und welche Auswirkungen dies auf sie hatte.«
Diana Martschini, systemmagazin.com am 6. Oktober 2014
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