Eifersucht und Neid sind soziale Emotionen, die auch in der Literatur eine große Rolle spielen. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über wichtige Stationen des sozialen und literarischen Phänomens »Invidia«.
Eifersucht und Neid sind soziale Phänomene, die man bei Geschwisterkindern ebenso wie in Ehen, unter Kollegen oder in anderen Gruppen findet. Sie werden als »soziale Emotionen« durch gesellschaftliche Konstellationen ausgelöst, gestalten diese aber auch. Abhängig vom Destruktionspotenzial und der umgebenden Kultur sind viele Sichtweisen und Bewertungen dieser menschlichen Empfindungen möglich.
Die Aufsätze dieses Bandes stellen anhand literarischer Werke wesentliche kulturpsychologische und psychoanalytische Theorien zum Thema vor und beleuchten dessen soziale Dimension. Die interdisziplinäre Anlage des Bandes lädt außerdem dazu ein, Vergleiche über die Betrachtungsweisen von Eifersucht und Neid in den verschiedenen Wissenschaftskulturen anzustellen.
Mit Beiträgen von Dominic Angeloch, Bozena Anna Badura, Ching-Ho Chuang, Tillmann F. Kreuzer, Alba Polo, Anna Volkova und Kathrin Weber
Dominic Angeloch
Kulturpsychologie Kulturwissenschaft Literaturwissenschaft Psychoanalyse
»Das Phänomen ist um kulturellen Vergleich recht ergiebig: In Abhängigkeit von dem materiellen Zustand einer Gesellschaft wird Neid stärker tabuisiert, die Auslöser von Eifersucht sind abhängig von unterschiedlichen Beziehungsvorstellungen.«
Eva Jaeggi in Psychologie heute, April 2012
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