#MeToo im historischen Kontext: patriarchale Kontinuitäten und literarische Entwürfe feministischer Kritik.
Die transnationale #MeToo-Bewegung hat für das Problem sexualisierter Gewalt neue Aufmerksamkeit erzeugt und breite gesellschaftliche Kontroversen angestoßen. Dabei wurde allerdings die lange Geschichte feministischer Kämpfe unter den Teppich gekehrt. Lea Haneberg holt diese wieder hervor und analysiert die Debatten um Sexismus im Literaturbetrieb vor dem Hintergrund der Autonomen Frauenbewegung. Diese hatte in den 1970er- und 1980er-Jahren feministische Literaturpolitiken und ein alternatives literarisches Leben entwickelt. Die literatursoziologische Analyse beschreibt die #MeToo-Bewegung als modernen Arbeitskampf und umfasst neben exemplarischen Fallanalysen auch Untersuchungen relevanter Romane von Autorinnen wie Mareike Fallwickl.
Lea Haneberg
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