Krieg als Event, Militär als Marke? Warum der Staat gefordert ist, die Bundeswehr aus der Werbeöffentlichkeit abzuziehen.
Deutschland soll kriegstüchtig werden. Und was macht die Bundeswehr? Sie rekrutiert mithilfe von Blockbuster-Ästhetik, Bildwelten der Gaming-Industrie und Armee-Influencern: Die Zeitenwende wird als Lifestyle-Event mit Adventure-Feeling inszeniert. Daniel Hornuff nimmt Anstoß an der jüngsten Medienoffensive der Bundeswehr. Er entfaltet ein politisches Plädoyer und fordert ein gesetzliches Werbeverbot für die Bundeswehr. Denn die Art und Weise, wie sich das Militär in einer Demokratie präsentiert, ist mit grundlegenden Fragen verknüpft: Was wird als Sicherheitspolitik verstanden? Welche Vorstellungen von Verteidigung und Wehrhaftigkeit zirkulieren? Und was bedeuten uns die Interessen junger Menschen?
Daniel Hornuff
Daniel Hornuff, geb. 1981, ist Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung an der Kunsthochschule der Universität Kassel. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Kultur-, Kunst- und Designwissenschaften.
Bundeswehr Bundeswehr Bild Image Medien Media Krieg War Political Science Politikwissenschaft
Besprochen in:
analyse & kritik, 16.06.2026, Jens Rennerwww.nd-aktuell.de, 07.08.2026, Peter NowakFAZ, Hendrik Hess, 12.08.2026
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»Ein engagiertes, aktuelles und nachdenklich stimmendes Plädoyer gegen eine allzu sorglose Vermarktung militärischer Inhalte. Es richtet sich an alle, die sich für Bundeswehr, Medien, Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und die Wirkung moderner Werbung interessieren – aber ebenso an Leserinnen und Leser, die sich fragen, wie sich unser Verhältnis zu Krieg, Sicherheit und militärischer Gewalt gerade verändert.«
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»Das große Verdienst von Hornuffs Vorschlag besteht schon darin, die zunehmende Militarisierung unseres Alltags kritisch zu thematisieren.«
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»[Das Buch] ist auch ein Beitrag gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft.«
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