Sind Klima und Ökologie plötzlich irrelevant? Eine Analyse aus sozialwissenschaftlicher Perspektive.
Die Debatten rund um den Klimawandel befinden sich im Rückwärtsgang. Seit Beginn der 2020er-Jahre hat das Überschreiten der planetaren Grenzen an politischer Bedeutung verloren. Während für die einen nun alles verloren ist, sind andere entschlossen, mehr denn je zu mobilisieren. Wieder andere freuen sich über die Abkehr vom »woken Wahnsinn« zum »gesunden Menschenverstand«. Ist das »gute Leben für alle innerhalb ökologischer Grenzen« kein relevantes Ziel mehr? Die Beiträger*innen vermeiden schnelle Prognosen und moralische Appelle. Stattdessen analysieren sie aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln die Gründe für den unerwarteten Sinkflug des ökologischen Projekts und erarbeiten so die Grundlage für eine Erneuerung.
Ingolfur Blühdorn
Ingolfur Blühdorn, geb. 1964, ist Professor für soziale Nachhaltigkeit und Gründer sowie Leiter des Instituts für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Gesellschaftstheorie, der Wandel moderner Demokratien und umweltpolitische Theorie.
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