Kinder, Küche, Kirche? Wie der Tradwife-Trend Entschleunigungsfantasien bedient und antifeministische Weltbilder normalisiert.
Brot backen, Kühe melken, Kinder schaukeln: Mit und ohne den Hashtag #tradwife inszenieren Influencerinnen auf Social Media die Rückkehr zu vermeintlich traditionellen Rollenbildern. In Zeiten multipler Krisen trifft die Ästhetik von Selbstgenügsamkeit einen Nerv. Marie Schröer analysiert die visuellen und rhetorischen Codes und zeigt, dass der Trend mehr bedient als Entschleunigungsfantasien – hinter pastoralen Stillleben und Spitzenschürzen normalisieren sich antifeministische Ideologien und rechte Weltbilder.
Marie Schröer
Marie Schröer (Dr. phil.) ist Juniorprofessorin für Kultursemiotik und Kulturen romanischer Länder an der Universität Potsdam. Sie lehrt und forscht zu Comics und anderen Bild-Text-Narrativen, zu Food Studies sowie zu politischer Gegenwartsliteratur.
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