Lern- und Erinnerungsorte des deutschen Kolonialismus – zentrale Ideen, Visionen und Debatten.
Debatten um Erinnerungskultur stehen immer wieder im Fokus unterschiedlicher Auseinandersetzungen in Deutschland. Der Auftrag dieser, die Erinnerung an und Aufarbeitung von Unrechts- und Gewaltgeschichten in der deutschen Vergangenheit im kollektiven und öffentlichen Gedenken zu verankern, bleibt unumstritten. Gleichzeitig wird das Erinnern an drei Jahrzehnte Kolonialherrschaft weiterhin peripher behandelt. So fehlt es bis heute an einem offiziellen nationalen Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus. Die Publikation Memory in Motion dokumentiert einen gleichnamigen, zweijährigen Prozess, in dem sich ein internationales Netzwerk von Expert*innen aus Wissenschaft, Aktivismus, Kunst, Architektur, Zivilgesellschaft, Museen und Kulturerbe sowie dem öffentlichen Sektor mit diesen Nachwirkungen einer sogenannten »kolonialen Amnesie« auseinandersetzte, und sich zu Fragen im Kontext eines oder mehrerer Orte des Lernens und der Erinnerung an den Kolonialismus in Deutschland austauschte.
Beatrace Angut Oola
Beatrace Angut Oola ist Kultur- und Kreativstrategin sowie Produzentin und Gründerin der Plattform Fashion Africa Now. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung als Beraterin, Dozentin, Referentin und interdisziplinäre Kuratorin verbindet ihre Arbeit die Felder Mode, kulturelles Erbe, dekoloniales denken, Erinnerungskultur und Identität.
Erinnerungspolitik Memory Politics Kolonialismus Colonialism Deutschland Germany Geschichtswissenschaft History
Besprochen in:
https://rel-omnis.de, 16.08.2026
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