Tierfiguren sind zentrale Bedeutungsträger*innen in Kinderbuch und Comic. Doch wie tiersensibel ist das Medium wirklich?
Die Geschichte der Buchillustration scheint ohne andere Tiere nicht denkbar. Doch wie werden Tiere in Kinderbuch und Comic überhaupt erst formal erzeugt? »Tiere richtig zeichnen« verknüpft grundlegende Positionen der Cultural Animal Studies mit Comictheorie und Illustrationswissenschaft und überlegt, welches Potenzial im Medium Illustration steckt, zur Kultivierung einer tiersensiblen Medienkompetenz beizutragen. Das geschieht auf zwei Arten: einmal als klassische, textbasierte Abhandlung, einmal zeichnend und erzählend in der Form eines Comics. »Tiere richtig zeichnen« ist folgerichtig als Wendebuch konzipiert, das so auch formal praktische und theoretische Erkenntniswege verzahnt.
Ausgezeichnet mit dem Roland Faelske-Preis 2024.
Lena Winkel
Lena Winkel hat bei Anke Feuchtenberger und Anke Haarmann in Hamburg Illustration studiert. Als Illustratorin, Comic-Autorin und Theoretikerin erforscht sie Repräsentationen des Nicht-Menschlichen an der Schnittstelle von Theorie und zeichnerischer Praxis. Dabei bezieht sie sich auch immer wieder auf ihre langjährige Arbeit als Illustratorin von Kinderbüchern. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Berthold-Leibinger-Preis für den Theorie-Comic »Tiere richtig zeichnen« sowie 2024 mit dem Uwe-Lüders-Preis für ihr Gesamtwerk.
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In Kooperation mit Jaja, Berlin, https://www.jajaverlag.com/
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»Lena Winkel und ihr Werk ›Tiere richtig zeichnen‹ ist Humor für die schlauen Nerds unter uns. Sie paart Insiderwissen über Tiertheorie und Human-Animal-Studies mit Anekdotischem, Zitaten und philosophischen Fragen, wobei sie das Medium Comic stets mitreflektiert. Dass das Denken dabei so leicht daherkommt, ist ihrem Witz zu verdanken, ihrem schnellen Strich und ihren amüsanten Figuren.«
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»Durch offene Formen und dynamische Bewegungen zwischen Text und Bild oder Subjektivem und Objektivem lädt Lena Winkel Rezipient*innen zum weitergehenden Nachdenken ein. Da sowohl aus ihren Zeichnungen als auch aus ihren Texten darüber hinaus Empathie und Humor sprechen, bereiten Lektüre wie Betrachtung dieser Publikation Freude.«
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»›Tiere richtig zeichnen‹ klingt wie eine Publikation von Scott McCloud, aber keine Angst, Lena ist eine viel bessere Zeichnerin als Scott. Es klingt auch wie ein Buch, das sagt, wie man etwas richtig macht, und da denkt man ja sofort daran, dass man auch etwas falsch machen könnte. Aber ›Tiere richtig zeichnen‹ ist zu klug und zu witzig, um den Leser*innen die üblichen Vorhaltungen zu machen.«
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»Lena Winkels Buch ist ein Plädoyer für einen Gebrauch des Tiermotivs in Comics, der sich der damit verbundenen Klischees bewusst ist und sie überwindet.«
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