Phänomene der Herabsetzung in der italienischen Immigrationsliteratur: Wie werden sie narrativ gestaltet und welche politische Rolle spielen sie?
Mit der rasch anwachsenden Immigration vollzieht sich in Italien ab Ende des 20. Jahrhunderts ein gesellschaftlicher Wandel, dessen Konflikte auch in literarischen Erzeugnissen Widerhall finden: Phänomene der Herabsetzung, die migrationsinduzierte soziale Prozesse begleiten und gestalten, werden in Narrationen ausgestellt und reflexiv gemacht. Franziska Teckentrup fragt nach den narrativen Gestaltungsverfahren, die Autor*innen aktueller italienischer Immigrationserzählungen einsetzen, um ›Invektivität‹ beobachtbar werden zu lassen – und nach dem politischen Potenzial der Erzählungen.
Franziska Teckentrup
Franziska Teckentrup studierte Romanistik an den Universitäten in Tübingen, Aix-en-Provence, Dresden und Trento. Im Rahmen des SFB 1285 »Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung« forschte sie an der TU Dresden zu literarischen Immigrationserzählungen aus Italien.
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