Das analytische Potential des Palimpsestbegriffs für die Kulturwissenschaften: eine raumtheoretische Fundierung.
Der Begriff des Palimpsests etabliert sich immer mehr im kulturwissenschaftlichen Grundwortschatz. Doch ihr volles analytisches Potential kann diese Metapher erst dann entfalten, wenn sie raumtheoretisch konkretisiert wird. Deshalb entwerfen die Beiträger*innen erstmals ein Palimpsestraumkonzept, das als Grundlage für eine zukünftige Palimpsestraumtheorie fungiert. In einer Reihe von Fallstudien aus der Archäologie und Anglistik über Mediävistik und Historische Rezeptionsforschung bis zur erinnerungskulturellen Diskursforschung und Mental Space Theory erproben sie das Konzept praktisch und machen es für die verschiedenen Teilbereiche der Kulturwissenschaften zugänglich.
Marian Nebelin
Marian Nebelin (Prof. Dr. phil.), geb. 1982, ist Inhaber der Professur »Geschichte der Antike und der Antikerezeption in der Moderne« an der Technischen Universität Chemnitz. Er forscht u.a. zur Kulturgeschichte des Politischen in der Antike, zur Geschichte der Antikerezeption, zur Wissenschaftsgeschichte und zur Geistes-, Kultur- und Ideengeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts.
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