Aufstieg und Fall hegemonialer Männlichkeiten in Marvels »Infinity Saga« – das filmische Superheld*innen-Genre und der Tod des Patriarchats.
Der anhaltenden Diversifizierung des Superheld*innen-Genres in Film und TV geht eine Umbruchsphase voraus, in deren Fokus eine kritische Neuverhandlung von Männlichkeit(en) steht. Peter Vignold nähert sich diesem Umbruch aus einer gender- und medienkulturwissenschaftlichen Perspektive, die filmische Männlichkeit als Resultat medienästhetischer Prozesse begreift. Er interpretiert Marvels »Infinity Saga« als Geschichte von Vätern und Söhnen, die im symbolischen Tod des Patriarchats aufgeht. Im Fokus der Betrachtung steht der Film Iron Man und dessen Konstruktion als filmhistorisches Museum der Männlichkeiten, das sich aus der Geschichte Hollywoods speist.
Peter Vignold
Peter Vignold ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsinteressen bewegen sich an der Schnittstelle von filmischer Ästhetik und der Performativität von Männlichkeit in populären Filmgenres.
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Besprochen in:
https://jkotthaus.org, 11.10.2023, Jochen Kotthaus
https://kinogucker.wordpress.com, 15.11.2023, Gerd M. Hofmann
mediendiskurs, 28/4 (2024), Lothar Mikos
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»Peter Vignolds »Superhelden im Film« navigiert die sich verschiebenden Koordinaten von Männlichkeit im MCU von Iron Man (2008) bis post-Avengers: Endgame (2019) und liefert damit einen signifikanten Beitrag im Feld der Superhero Studies. Eine zeitgemäße Studie, die sowohl durch ihre Breite und Tiefe als auch durch die Klarheit und Originalität ihrer zentralen Argumentation beeindruckt.«
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»Vignolds »Superhelden im Film« bietet eine hervorragend recherchieerte, theoretisch anspruchsvolle, und dennoch außerordentlich zugängliche Bestandsaufnahme der zunehmend selbstreflexiven Verhandlungen von Männlichkeit und neuer Diversität im zeitgenössischen Superheldenfilm – ein unverzichtbarer Leitfaden für alle, die die Geschlechterpolitiken des derzeit wichtigsten Hollywoodgenres verstehen wollen.«
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»Insgesamt empfiehlt sich die Veröffentlichung durch ihre Transdisziplinarität einem breiten Publikum von Forschenden in den Bereichen der Superheldenstudien über Film- und Medienwissenschaften zu ›critical masculinity studies‹. Für Studierende kann der Gesamtansatz des Werkes einerseits zu komplex sein, andererseits durch seine popkulturelle Thematik einen ansprechenden Einstieg bieten.«
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