Erinnerungspolitische Standortbestimmungen verdichten sich im literarischen Feld. Was tragen Sie zum Verständnis unserer Gegenwart bei?
Häufig geht es in Literaturdebatten um den Umgang mit Geschichte: um Erinnerungskonflikte, bei denen die eine Erinnerung mit anderen Erinnerungen konfrontiert und so die gemeinsame Gegenwart von unterschiedlichen, wenn nicht entgegengesetzten Orten und Zeiten aus gedeutet wird. Die Beiträger*innen nehmen die Konvergenz von erinnerungspolitischen Debatten und literarischen Auseinandersetzungen mit der Gegenwart zum Anlass, um nach den »Aggregaten der Gegenwart« (Stephan Braese) zu fragen, zu denen sich zurückliegende und aktuelle erinnerungspolitische Standortbestimmungen im literarischen Feld verdichten. Dabei beleuchten sie auch deren Einfluss auf das historische und kritische Verständnis unserer Zeit.
Hans-Joachim Hahn
Hans-Joachim Hahn (PD Dr. phil.) ist Research Fellow am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel und Privatdozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die deutschsprachig-jüdische Literatur seit der Aufklärung, historische Antisemitismusforschung und gegenwärtige Erinnerungskultur.
Literature Literatur Memory Erinnerung Politics of Remembrance Erinnerungspolitik History Geschichte Contemporary Gegenwart Debate Debatte Discourse Diskurs Literary Field