Soziologische Grundlagen zur schrecklichsten Form der sozialen Interaktion: der Gewalt.
Gewalt ist vielschichtig und zugleich schrecklich eindeutig. Sie stellt einen Modus sozialer Kommunikation dar, der Menschen zueinander in Beziehung setzt. Indifferenz und Ignoranz halten Personen auf Distanz, Gewalt aber verbindet – und kann schwerlich ignoriert werden. Die Beiträger*innen erörtern die soziologischen Grundlagen eines Phänomens, hinter dem keine ungesteuerte »Naturkraft« steckt, sondern eine situative oder geplante Auseinandersetzung, die sich mal langsam, mal abrupt zuspitzt. In solchen Auseinandersetzungen sind nachteilige, schmerzhafte und repressive Erfahrungen nicht nur möglich, sondern werden für bestimmte Beteiligte in massiver und überwältigender Weise zur spürbaren Wirklichkeit.
Thorsten Benkel
Thorsten Benkel ist Akademischer Oberrat für Soziologie an der Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau. Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Literaturwissenschaft promovierte er zum Wirklichkeitsverständnis der Soziologie in Frankfurt/Main und habilitierte sich zum Verhältnis von Körper und Wissen an der Universität Bayreuth. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Bereiche Wissen, Körper und Mikrosoziologie.
Gewalt Violence Konflikt Conflict Control Kontrolle War Krieg Communication Kommunikation Interaction Interaktion Body Beziehung Pain
Besprochen in:https://pub.uni-bielefeld.de, 05.01.2024
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»Der Band [bietet] einen ausgezeichneten Überblick über aktuelle soziologische Betrachtungen von Gewalt(en). Besonders hervorzuheben ist, dass die Beiträge die gängigen öffentlichen Debatten gegen den Strich bürsten und so dazu einladen, einen anderen, tiefer gehenden Blick auf Gewalt zu werfen.«
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»Gewalt wird in diesem Buch aus unterschiedlichen soziologischen Theorieblickwinkeln betrachtet. Diese Art des Zugangs ermöglicht eine multiperspektivische Betrachtung, die dem Facettenreichtum des Phänomens voll und ganz entspricht.«
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