Politiker*innen in lustigen Bildchen? Ein Comicfrosch als Emblem rechtsextremer Bestrebungen? Das Onlinephänomen Memes kulturwissenschaftlich erklärt.
Memes dienen nicht nur der popkulturellen Unterhaltung oder der Kunst, sie werden auch in der Politik, in lokalen und internationalen Wahlkämpfen oder auf Demonstrationen verwendet. In ihrer typischsten Form sind sie Text-Bild-Gefüge, die sich digital mit viraler Geschwindigkeit verbreiten und transformieren.Joanna Nowotny und Julian Reidy nehmen sich dieses Internetphänomens aus kulturwissenschaftlicher Perspektive an. Sie betreten Neuland, indem sie einzelne Memes kasuistisch analysieren und ihre Erkenntnisse systematisieren, um diese digitale Kommunikationsform definitorisch neu zu bestimmen – in stetem Bezug zu anderen digitalen Phänomenen wie dem trolling.
Joanna Nowotny
Joanna Nowotny (Dr. sc. ETH), geb. 1988, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) in Bern. Sie promovierte an der ETH Zürich mit einer Arbeit zur jüdischen Kierkegaard-Rezeption und kann auf einen Forschungsaufenthalt an der University of Chicago zurückblicken. Sie ist eine profilierte Comicforscherin und publiziert als freie Mitarbeiterin in der Berner Tageszeitung Der Bund.
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Besprochen in:SRF Kultur, 29.03.2022BR – Kultur Bühne, 11.05.2022, Max BüchBeobachter, 10.11.2022, Noemi HüsserMEDIENwissenschaft, 4 (2022), Kevin PauliksDie Presse am Sonntag, 28.05.2023, Duygu Özkan
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»Die Publikation liefert einen verständlichen und informativen Überblick über Formen, Mechanismen und Wirkungen von Memes und zeichnet ein eindrückliches Bild von ihrer Bedeutung für die politische Meinungsbildung und die Verhandlung gesellschaftlicher Praxis.«
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»Dieses Buch ist von vorne bis hinten absolut brillant.«
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»Ein neues Standardwerk der deutschsprachigen Meme-Forschung.«
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»Die Monografie [beinhaltet] zahlreiche gewinnbringende Analysen und Beobachtungen, weswegen vorsichtig prognostiziert werden kann, dass die Publikation in den kommenden Jahren für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Forschungsfeld relevant und aktuell bleiben wird.«
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»Eine überfällige und gelungene Mischung aus erkenntnisreicher Meme-Analyse und kenntnisreicher Einführung in jene digitalen Kulturen.«
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»Ein interessantes Buch, welches anhand von Internet-Memes die zentralen Aspekte der Kultur der Digitalität belegt – ja vielleicht sogar ›kartographiert‹.«
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»Joanna Nowotny und Julian Reidy [zeigen] anhand einer Vielzahl von Fallbeispielen, wie weitläufig und relevant das Themenfeld der Memes ist, und dass dies nicht auf ein bloßes Internetphänomen zu reduzieren ist. Die Lektüre macht klar, dass Memes in fast jeden Lebensbereich hineinwirken.«
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»Der Band [kann] als denkbar aktuelle wie solide Einführung gelesen werden, die Anschlüsse für weiterführende Untersuchungen bietet. Darüber hinaus zeigen Nowotny und Reidy: Ist man bereit, ›memes‹ als ernstzunehmendes Internet-und Kulturphänomen aufzufassen, kann man durch die Auseinandersetzung mit ihnen, nicht nur relevante Aussagen über die gegenwärtige Medienlandschaft, sondern auch unseren Umgang mit Digitalität treffen.«
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»In dem Bestreben, gerade den fluiden und widersprüchlichen Charakter der Meme-Kultur konzeptuell zu fassen, ist die Studie somit nicht nur eine gelungene Bestandsaufnahme bisheriger Meme-Phänomene, sondern stellt auch eine bereichernde Grundlage für weitere Forschungen bereit.«
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»Der Band markiert den Beginn ernstzunehmender Memeforschung in deutscher Sprache. I CAN HAS MEME STUDIES.«
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»Meme-Theorie war in Deutschland ein lange unbeleuchtetes Feld, das Buch von Nowotny und Reidy ist der dringend benötigte Scheinwerfer.«
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»Das Thema könnte nicht aktueller sein. Ein informativer, erkenntnisreicher und zugleich unterhaltsamer, kurzweiliger sowie hervorragend geschriebener Einblick in ein gesellschaftlich relevantes Phänomen der digitalen visuellen Kultur.«
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»Die Studie zeigt, wie sich die politische Sprengkraft und die kulturwissenschaftliche Herausforderung von Memes verstehen lassen. Analytisch koppelt sie Detailanalyse an den Blick für grössere kommunikative und gesellschaftliche Zusammenhänge, praktisch hilft sie Interessierten und Verantwortlichen dabei, einen konstruktiven Rahmen für Netzdebatten zu finden.«
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