The shaming gaze regime of the digital age – a (re)politicisation of the circulation of affects through images.
Das beschämende Blickregime des digitalen Zeitalters – eine (Re-)Politisierung der Zirkulation von Affekten durch Bilder.
Der schaulüsterne Blick: Bilder adressieren affektive Register, fördern somit voyeuristische Tendenzen wie Glotzen, Gaffen und den Drang, sich oder andere im Bild zu exponieren. Digitale Medien ermöglichen direkte Beteiligung und Bewertung, wodurch sich das intrikate Verhältnis zwischen Bildern und gesellschaftlichen Anerkennungsprozessen nachhaltig verschiebt. Dabei hat ein abwertender, entblößender Blick Konjunktur, der neue Bildgenres hervorbringt und das Affektive, Politische und Ökonomische neu verknüpft. Die Beiträger:innen folgen der Karriere des invective gaze vom Analogen zum Digitalen, von Figuren des Gaffers im 19. Jahrhundert bis zum Terror im Livestream.
Elisabeth Heyne
Elisabeth Heyne ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Projekts „Natur der Dinge. Eine partizipative Sammlung des Anthropozäns“ am Museum für Naturkunde Berlin.
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