A personal and peculiar narrative of Arab-German history from a postcolonial perspective – and proof that the idea of a homogeneous German nation was already obsolete around 1900.
Ein eigenes wie eigensinniges Narrativ arabisch-deutscher Geschichte aus postkolonialer Sicht – und der Beleg, dass die Vorstellung einer homogenen deutschen Nation bereits um 1900 hinfällig war.
Die Präsenz arabischer Menschen in Deutschland ist kein neues Phänomen. Personen wie Sayyida Salme (Emily Ruete) oder Hassan Taufik waren schon vor 1900 Teil der deutschen Gesellschaft. Orientalistische, nationalistische und koloniale Projektionen umfangen ihre Biografien. Aischa Ahmed stellt diskursiv marginalisierte Lebensgeschichten ins Zentrum ihrer Untersuchung und gibt Einblick in den Alltag arabischen Lebens in Deutschland zwischen 1871 und 1933. Es gelingt ihr, aus sensiblem historischen Quellenmaterial ein Narrativ arabisch-deutscher Geschichte zu erstellen, das eigensinnige Akteur*innen zeigt und belegt: Die Vorstellung einer homogenen deutschen Nation war bereits um 1900 hinfällig.
Aischa Ahmed
Aischa Ahmed ist Historikerin. Sie setzt ihre akademische Arbeit u.a. in der politischen und historischen Bildungsarbeit ein. Professionell ist sie im Rahmen der Stadtteilarbeit in Berlin tätig.
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