Literacy instead of competence: What is unavoidable to enable broad cultural participation in literature?
Literalität statt Kompetenz: Was ist unhintergehbar, um eine umfassende kulturelle Teilhabe an Literatur zu ermöglichen?
Das Konzept einer literarästhetischen Literalität kompensiert Defizite eines am Kompetenzparadigma ausgerichteten Literaturunterrichts. Es ist unter Rekurs auf allgemeindidaktische »Multiliteracies«-Modelle aus dem angloamerikanischen Sprachraum ausgearbeitet und zielt darauf, Schüler_innen eine umfassende kulturelle Partizipation an Formen und Funktionen literarischer Sprache zu ermöglichen – was Kompetenzen im Sinne Franz Weinerts einschließt, zugleich aber hierüber hinausgeht. Eine solche Form literarischer Literalität bildet die Voraussetzung für genuin ästhetische Bildungsimpulse. Dem Modell kommt so eine Brücken- und Vermittlungsfunktion zwischen der Kompetenzorientierung und dem Bildungsanspruch der Schule zu.
Carlo Brune
Carlo Brune (Dr. phil.), geb. 1970, ist Professor für deutsche Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte bilden die Spezifika literarischer Textrezeption und ihrer Vermittlung, Fragen des Verhältnisses von Literaturtheorie und Literaturdidaktik, die Literatur der Epochenumbrüche 1800 und 1900 im Unterricht sowie die Gegenwartsliteratur und Popkultur/Popmusik.
Kompetenz Competency Kultur Culture Bildung Education Ästhetik Aesthetics Literarisches Lernen Teaching Literature Literalität Lietarity Multiliteracy Multiliteracy Participation
»Especially in the German tradition of teacher education, where literary studies and subject-specific pedagogy are integral element of academic training much too often in need of further integration, the value of Brune's work should be evident.«
()
»Brunes umfangreiche Studie [ist] überaus kenntnisreich, scharfsinnig in der Kritik und einleuchtend in den eigenen Vorschlägen.«
()
»Especially in the German tradition of teacher education, where literary studies and subject-specific pedagogy are integral element of academic training much too often in need of further integration, the value of Brune's work should be evident.«
()