Alltägliches Handeln folgt oft unbemerkten Verbindlichkeiten. Die Beiträge des Bandes beleuchten interdisziplinär solche Verbindlichkeiten und ihre kulturtheoretische Bedeutung.
Warum erwarten wir, dass uns Personen grüßen? Weshalb gehen wir davon aus, dass der Busfahrer den Bus auch fahren kann? Wieso bezahlen wir im Geschäft? Kulturwissenschaftlich und kulturphilosophisch betreffen diese Fragen eine meist unausgesprochene normative Dimension, die kulturelle Praktiken strukturiert und Gesetze begründet, z.B. gegen Diebstahl. Die Beiträger_innen des Bandes analysieren aus interdisziplinären Blickwinkeln diese schwache Normativität. Ziel ist es, Verbindlichkeit als konstitutives Moment der Beschreibung von Kultur zu beleuchten und diesen Begriff als Fundament einer Theorie der Kultur zu erschließen.
Michaela Bauks
Michaela Bauks (Prof. Dr.), geb. 1962, lehrt evangelische Theologie an der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz) und ist dort stellvertretende Sprecherin des Forschungsschwerpunktes Kulturelle Orientierung und normative Bindung sowie Leiterin des Teilprojekts »Rituale, Identitäten und die Bedeutung historischer Prozesse«.
Normativity Verbindlichkeit Normativität Practice Praxis Culture Kultur Cultural Facts Kulturelle Tatsachen Cultural Practice Kulturelle Praxis Cultural Reality Kulturelle Wirklichkeit Rite Ritus
Besprochen in:Vier Viertel Kult, Frühjahr 2020
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