This interdisciplinary volume explores historical representations and practices of social differentiation in case studies and thus opens up new perspectives on the creation and effect of diversity.
Der interdisziplinäre Band erkundet in Fallstudien historische Repräsentationen und Praktiken gesellschaftlicher Differenzierung und eröffnet so neue Perspektiven auf die Herstellung und Wirkung von Diversität.
In dem Begriff »Diversität« spiegeln sich einige der zentralen gesellschaftspolitischen Konflikte unserer Zeit wider. Verhandelt werden in diesem Kontext etwa Fragen von Integration, Chancengleichheit und Multikulturalismus. Historische Perspektiven spielen in solchen Debatten bislang jedoch kaum eine Rolle. Es entsteht so der Eindruck, Konflikte um Diversität seien ein exklusives Merkmal einer zunehmend vielfältigen Moderne.Die Beiträge dieses interdisziplinären Bandes widmen sich daher dezidiert den historischen Repräsentationen und Praktiken sozialer Differenzierung und bieten vielfältige Anregungen, die Debatten über Konzepte wie Intersektionalität, Differenz und Diversität um historische Herangehensweisen zu ergänzen.
Moritz Florin
Moritz Florin ist akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er promovierte mit einer Arbeit zur sowjetischen Moderne in Zentralasien und forscht u.a. zur Geschichte von Populärkulturen sowie ethnischer und religiöser Vielfalt im Russischen Reich und der Sowjetunion.
Diversity Diversität Differenz Difference Intersectionality Intersektionalität Literatur Literature Geschichte History Soziale Differenzierung Social Differentiation Kulturgeschichte Cultural History Europa
»Dem Band ist etwas Ungewöhnliches gelungen: Wie üblich versammelt er natürlich Spezialforschungen zu ganz unterschiedlichen historischen Themen. Beim Lesen ertappt man sich aber immer wieder dabei, dass man Probleme der Gegenwart neu bewertet, etwa in Bezug auf die kommerzielle Logik von Diversität, die bislang noch zu wenig beachtet wurde.«
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Besprochen in:IDA-NRW, 4 (2018)DHIVA, Sommer 2020, Ulrich Brömmlimg
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»Die Annahme, dass Diversität nicht historisch sei, entkräftet der Band mühelos und zeigt ein großes Potential der vorgestellten Analysekategorie für die Geschichtswissenschaft auf.«
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