The philosophy of pity – Ludwig Wittgenstein's works show: Uncertainties when it comes to pity are no accidental aberrations but rather a fundamental part of our way of life and are therefore worth defending.
Philosophie des Mitleids – Die Lektüre des Werks von Ludwig Wittgenstein zeigt: Unsicherheiten rund um das Mitleid sind keine zufälligen Verirrungen, sondern grundlegender Teil unserer Lebensform und daher zu verteidigen.
Wie kaum ein anderes Gefühl ist Mitleid von Unsicherheiten geprägt: Der Begriff »Mitleid« wird widersprüchlich verwendet – aber auch das Gefühl selbst kann schwanken. Dies wirft Fragen der Angemessenheit auf.Georg Sillers genaue Lektüre Ludwig Wittgensteins zeigt, dass solche Unbestimmtheiten jedoch nicht als Defizite gesehen werden müssen: Erstens sind psychologische Begriffe in ihrer Bedeutungsvielfalt Teil unserer Lebensform und damit mehr als die Bezeichnung von Zuständen, zweitens stellt schwankendes Mitleid eine ganz eigene Haltung dar – und zwar häufig die des Respekts. Diese Perspektive ermöglicht neue Zugriffe auf Aristoteles, Nietzsche, Brecht, Arendt sowie die Neuropsychologie – und nicht zuletzt auf Wittgenstein selbst.
Georg Siller
Georg Siller hat in Innsbruck am Institut für Philosophie promoviert und unterrichtet Philosophie und Geschichte am Sprachengymnasium in Meran. Er leitet zudem das »Philosophische Café« in Meran. Seine Forschungsschwerpunkte sind Philosophie der Emotionen, Wittgenstein, Ethik und Wirtschaftsphilosophie.
Mitleid Compassion Feeling Emotion Respekt Respect Philosophie der Emotionen Philosophy of Emotions Wittgenstein Wittgenstein Aspektwahrnehmung Aspect-Perception Aristotele Aristoteles Friedrich Nietzsche