Assumption about physical performance and gender are closely interwoven in sports – how are they reproduced and how are they legitimized?
Annahmen über körperliche Leistungsfähigkeit und Geschlecht sind im Sport eng miteinander verwoben – wie werden sie reproduziert, wie legitimiert?
Der Sport ist bis heute eine Sphäre männlicher Dominanz und heteronormativer Geschlechtervorstellungen. Das zeigt die anhaltende Debatte über Geschlechtertests im Leistungssport ebenso wie die deutliche Unterrepräsentanz von Sportlerinnen in den Medien.Aus einer praxistheoretischen Perspektive zeigt Karolin Heckemeyer, wie sich diese heteronormativ-hierarchische Ordnung in Bestimmungen internationaler Sportorganisationen und in Auseinandersetzungen von Athletinnen mit den Regeln des Sports (re-)produziert und legitimiert. Die Leistungsklasse Geschlecht erweist sich dabei als eine Struktur, die es für zukünftige Visionen eines geschlechterinklusiven Sports kritisch zu hinterfragen gilt.
Karolin Heckemeyer
Karolin Heckemeyer (Dr. phil.), Soziologin und Sportwissenschaftlerin, lehrt als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule FHNW, Schweiz. Sie forscht zu Fragen geschlechtlicher Vielfalt, Diversität und sozialen Ungleichheiten im Sport.
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Besprochen in:https://frauenseiten.bremen.de, 19.11.2020, Lena LüneborgSoziologische Revue, 44/1 (2021), Michael Staack/ Lukas Schwank
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