How do members of the »second generation« in the post-colonial era develop their own life plans between racism, exoticism and diaspora?
Wie entwickeln Angehörige der »zweiten Generation« im postkolonialen Zeitalter eigene Lebensentwürfe zwischen Rassismus, Exotik und Diaspora?
Aufgewachsen zwischen Schweizer Überfremdungsangst und diasporischer Nostalgie: »Inder_innen der zweiten Generation« verfügten als Kinder kaum über Narrative für ihre Erfahrung der Mehrfachzugehörigkeit. Rohit Jain zeichnet nach, wie diese »unmöglichen« Subjekte inmitten von assimilatorischem Rassismus und warenförmiger Anerkennung in der Schweiz sowie in den diasporischen Räumen eines liberalisierten Indiens neue Lebensentwürfe erfinden. Die transnationale Ethnographie zeigt, wie an der postkolonialen Schnittstelle von dezentralem Kapitalismus, flexibler Staatszugehörigkeit und globaler Populärkultur kosmopolitische Selbstsorge im Widerspruch von Freiheit, Anerkennung und Ausschluss ausgehandelt wird.
Rohit Jain
Prof. Dr. Rohit Jain ist Leiter des SNF-Projektes "Performing the Archive. Von der Erinnerung zur Transformation" an der Hochschule Luzern.
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»[Jain] leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Debatten über Migration, Rassismus, Vielfalt und Globalisierung in einem machtanalytischen und postkolonialen Kontext.«
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Besprochen in:Berner Oberländer/Thuner Tagblatt, 19.09.2018, Fritz Lehmann
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