Why is the mental program of colonialism still so topical all over the world? It has an after-effect in a multitude of literary texts that spread, normalize and legalize the core message of the racially inferior others. This book traces the suppressed colonial history of the European global power position, showing the continuity of the colonial process in its global integration up to today. The analysis of colonial events is conducted by means of fictional and non-fictional texts in the historical and systemic connection of colonial possession of global power. The European self-reflection therefore presents ways of how to liberate oneself from the unacknowledged after-effects of colonial actions and thinking.
Das mentale Programm des Kolonialismus wirkt in zahlreichen literarischen Texten nach. Götz Großklaus zeichnet nach, wie diese die Kernbotschaft des Rassisch-Minderwertigen verbreiten – bis heute.
Warum ist das mentale Programm des Kolonialismus heute global noch so aktuell? Es wirkt in einer Vielzahl literarischer Texte nach, die die Kernbotschaft des rassisch-minderwertigen Anderen weltweit verbreiten, normalisieren und legitimieren.Dieses Buch zeichnet die verdrängte koloniale Vorgeschichte der europäischen Weltmacht-Stellung nach und zeigt die Kontinuität des kolonialen Prozesses bis in die Gegenwart seiner globalen Vernetzung auf. Die Analyse des kolonialen Geschehens erfolgt an fiktionalen und non-fiktionalen Texten im historischen und systemischen Zusammenhang der kolonialen Weltbemächtigung. Die europäische Selbstreflexion erschließt somit Wege, sich von der uneingestandenen Nachwirkung kolonialen Handelns und Denkens zu befreien.
Götz Großklaus
Götz Großklaus (Dr. phil.) ist Professor (em.) für Neuere Deutsche Philologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie Mitbegründer des in kollegialer Leitung geführten Instituts für Angewandte Kulturwissenschaft. Er ist außerdem assoziierter Professor für Mediengeschichte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und hatte Auslandsprofessuren an der Cairo-University, an der University of Melbourne sowie an der Universität Instanbul inne.
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»[Das Buch] vermittelt nachhaltige Einsichten in das ›mentale Programm‹ des agressiven Kolonialismus von seinen Anfängen bis in die Gegenwart der globalen Vernetzung und gibt in der aktuellen, durchaus auch politisch relevanten Auseinandersetzung um unser Verhältnis zur Fremderfahrung wertvolle, vielleicht gar hilfreiche Impulse.«
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Besprochen in:IDA NRW, 23/4 (2017)Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte, 59/3 (2018), Ulrich van der HeydenVier Viertel Kult, Winter 2019
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