By reconstructing the Palestinian self-conception, this study manages to provide an impressively fresh perspective on a challenging subject.
Mit der Rekonstruktion des palästinensischen Selbstverständnisses schafft diese Studie eine beeindruckend erfrischende Sichtweise auf ein schwieriges Themenfeld.
Auf welche Strategien und Ressourcen greifen Menschen zurück, die von Benachteiligung, Ausgrenzung und Marginalisierung betroffen sind? »Palästina erzählen« geht dieser Frage nach und gewährt wertvolle Einblicke in die Praxis der palästinensischen mündlichen Überlieferung. Mit methodischer Gründlichkeit, kenntnisreicher Sensibilität und Kreativität arbeitet Kawthar El-Qasem das Phänomen der Inversion als Modus Operandi der Überlieferung heraus: Inversion bedeutet eine Vertauschbarkeit, mit der das Eigene (wieder-)hergestellt und weitergegeben werden kann. Mit der Erzählung wird ein Kippbild erzeugt, dem Umkehrbarkeit, Kontingenz und Transformation eingeschrieben sind. Das, was zwischen verschiedenen Deutungen liegt, wird dabei zur Ressource.
Kawthar El-Qasem
Kawthar El-Qasem (Dipl.-Ing. und Absolventin der Kunstakademie Düsseldorf, MA), promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar im Bereich Sozialwissenschaftliche Stadtforschung. Sie lehrt an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften.
Racism Rassismus Dekulturalisierung Deculturalization Palästina Palestine Israel Israel Oral History Oral History Reversed Image Kippbild Inversion Inversion City
Besprochen in:Wissenschaft & Frieden, 1 (2018)
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