Ulrike Sbresny enquires about the meaning of aristocratic collections after 1918 in terms of identity formation and the culture of memory; the possibilities and boundaries of cultural heritage protection as well as new conservational models.
Adelssammlungen nach 1918: Die Autorin fragt nach ihrer identitätsstiftenden und erinnerungskulturellen Bedeutung, nach Möglichkeiten und Grenzen des Kulturgüterschutzes sowie nach neuen Bewahrungsmodellen.
Mit dem Verkauf von 20.000 Objekten aus dem Besitz des Hauses Hannover wurde im Jahr 2005 der Wendepunkt einer jahrhundertelangen Sammlungsgeschichte offensichtlich. Kunst- und Ausstattungsgegenstände waren als Mittel sozialen Verhaltens, Erinnerungsträger und Dinge des Wohnens lange identitätsbildend für den Adel und sind somit für das historische Gedächtnis von erheblicher Bedeutung.Ulrike Sbresny untersucht historische Adelssammlungen und deckt dabei die Grenzen des Kulturgüterschutzes besonders bei großen, heterogenen Beständen auf: Adelssammlungen waren entgegen heutigen Bewahrungskonzepten von Dynamik statt Statik, von Bindungen statt Isolierung und von Vielfalt statt Auswahl geprägt.
Ulrike Sbresny
Ulrike Sbresny, geb. 1978, leitet das Schlossmuseum in Braunschweig und ist Geschäftsführerin der Stiftung Residenzschloss Braunschweig. Die Kunstwissenschaftlerin forscht auf dem Gebiet der Sammlungsgeschichte und ist als Kuratorin tätig.
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»Diese herausragende Arbeit kann [...] als ein grundlegendes Buch gesehen werden, das zum Thema der Kunst in Welfenbesitz und durchaus auch zu juristischen Bestimmungen für Kunstsammlungen in Adelsbesitz allgemein stets konsultiert werden kann.«
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»Ein wertvoller Beitrag zu einem zu wenig beachteten Thema.«
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Besprochen in:Newsletter des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen, 1 (2017)
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