In no other phase of the German post-war period were perceptions of social structures so intensely negotiated on a visual level as between 1945-1948. In particular, images depicting subjects such as hygiene, health, nutrition and housework functioned as 'projection screens' for the transition from symptoms of deficiency and exception over to a 'normal' social life and traditional gender roles. With the aid of publicly available images from women's magazines, advertizing, exhibitions, propaganda signs, and film case studies, Magdalena Saryusz-Wolska and Anna Labentz illustrate the multi-faceted and often contradictory process of the return to normality.
Der Band beleuchtet die Rolle populärer Bilder beim Wiederaufbau der deutschen Nachkriegsgesellschaften und ihrer Rückkehr zur Normalität.
In keinem anderen Abschnitt der deutschen Nachkriegszeit wurden Vorstellungen von Gesellschaftsstrukturen so intensiv auf visueller Ebene verhandelt wie in den Jahren 1945-1948. Insbesondere Bilder zu Themen wie Hygiene und Gesundheit, Ernährung und Hausarbeit fungierten als Projektionsfläche für den Übergang von Mangel- und Ausnahmeerscheinungen hin zu einem »normalen« Gesellschaftsleben und zu traditionellen Geschlechterrollen. Wie Magdalena Saryusz-Wolska und Anna Labentz zeigen, lässt sich anhand von öffentlich zugänglichen Bildern aus Illustrierten, Frauenzeitschriften, Werbung, Ausstellungen, Propagandaplakaten und exemplarischen Filmen der facettenreiche, oft widersprüchliche Prozess der Rückkehr zur Normalität nachvollziehen.
Magdalena Saryusz-Wolska
Magdalena Saryusz-Wolska (Dr.), geb. 1980, ist Film- und Kulturwissenschaftlerin und lehrt an der Universität Lodz (Polen). Seit 2015 forscht sie am Deutschen Historischen Institut Warschau.
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Besprochen in:H-Soz-u-Kult, 18.09.2017, Leonie Treber
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