Like no other negotiations in recent history, the bilateral agreements on the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP for short), split public opinion. This book analyzes the arguments of proponents and opponents, and takes a critical look at the underlying political motives and consequences of TTIP, beyond the headlines about chlorine hens, hormone meat and private arbitration courts. A neoliberal agenda becomes visible which carries out the process which was long ago set in motion, of a `deep liberalization', which does not just radicalize trade policies, but along with this, further facilitates a depoliticization and economization of the classical fields of politics. The great protests against TTIP in civil society however conceal an opportunity to pull trade policy out of the backrooms of the technocrats, and to repoliticize it.
TTIP – das Ende von Politik und Demokratie? Die erste politikwissenschaftliche Analyse zum umstrittenen Handelsabkommen blickt hinter die Fassaden von Chlorhühnern und Hormonfleisch. Sie zeigt: TTIP radikalisiert einen längst eingeleiteten Prozess einer depolitisierenden »deep liberalization«. Sie zeigt aber auch: Der zivilgesellschaftliche Protest birgt die Chance, die Handelspolitik zu repolitisieren.
Wie keine anderen Verhandlungen in der jüngeren Geschichte haben die bilateralen Gespräche zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (kurz TTIP) die öffentliche Meinung gespalten. Dieses Buch analysiert die Argumente von Befürwortern und Gegnern und nimmt jenseits der Schlagzeilen um Chlorhühner, Hormonfleisch und private Schiedsgerichte die grundlegenden politischen Motive und Folgen von TTIP kritisch in den Blick. Sichtbar wird eine neoliberale Agenda, die den längst eingeleiteten Prozess einer »deep liberalization« nicht nur der Handelspolitik radikalisiert und damit einer Depolitisierung und Ökonomisierung klassischer Politikfelder weiter Vorschub leistet. Der große zivilgesellschaftliche Protest gegen TTIP birgt dagegen die Chance, die Handelspolitik aus den Hinterzimmern der Technokraten herauszuholen und zu repolitisieren.
Ferdi De Ville
Ferdi De Ville (PhD) ist Dozent für European Union Studies an der Universität Gent. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Europäischen und Internationalen Politischen Ökonomie. Er publiziert regelmäßig zur EU-Handelspolitik und zu den Ursprüngen und Folgen der Eurokrise in Fachzeitschriften wie »New Political Economy«, »International Studies Quarterly«, »The British Journal of Politics and International Relations« und »Comparative European Politics«.
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»Das Buch [ist] nicht nur eine genaue Analyse des geplanten Abkommens, sondern auch der Rolle und Funktion des EU-Binnenmarktes und damit eine implizite Kritik an so mancher Abstrusität des TTIP-Widerstandes, die man nur dringend zur Lektüre empfehlen kann.«
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»Für alle, die sich seit längerem mit den Freihandelsabkommen und der EU-Politik auseinandersetzen, auf jeden Fall eine empfehlenswerte Lektüre, weil die tieferen Hintergründe beleuchtet werden und TTIP in den globalen Interessenkonflikt eingeordnet wird.«
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Besprochen in:Berliner Gazette, 04.07.2016, Tatiana Abarzuawww.netzpolitik.org, 05.07.2016ekz-bibliotheksservice, 29 (2016), Reinhild Khanwww.werner-raetz.de, 10.08.2016Widerspruch, 68 (2016), Yvonne ZimmermannZögU, 40/2-3 (2017), Rainer PlaßmannPolitikum, 4 (2017)
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»Der Beitrag erlaubt einen tiefen Einblick in die von den Verhandlungspartnern des TTIP angenommenen Prämissen und Präkonditionen und beschreibt die unterschiedlichen Interessenlagen der Partner sowie ihre unterschiedlichen Regelsysteme, weist darüber hinaus aber auch auf die Grenzen gesellschaftlicher Akzeptanz für Handelsabkommen in Zeiten der Globalisierung hin.«
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