In order to represent the diversity and dynamism of Islamic religious practice in Germany – which includes much more than the display of symbols or the demand for societal recognition – Theresa Beilschmidt investigates how the religious life of members of the mosque communities of the Turkish-Islamic Union for Religious Affairs of Germany (DITIB) is shaped. This empirical study, based on field research and interviews, shows that the practice of a subjectivized, everyday religiosity is at the heart of this, and not the promotion of Islam as an object of (trans-)state integration policies. With this, the study makes an important contribution to the sociology of Islam, which is just now gradually establishing itself.
Gelebter Islam in DITIB-Moscheegemeinden: Das Buch zeigt religiöse Alltagspraktiken von Muslimen in Deutschland jenseits staatlicher Integrationspolitik.
Um einen Einblick in die Vielfalt und Dynamik der islamischen religiösen Praxis in Deutschland zu geben, die viel mehr beinhaltet als die Zurschaustellung von Symbolen oder die Forderung nach gesellschaftlicher Anerkennung, untersucht Theresa Beilschmidt, wie der Islam von Mitgliedern in Moscheegemeinden der Türkisch-Islamischen Union in Deutschland (DITIB) gelebt wird. Die auf Feldforschung und Interviews basierende empirische Studie zeigt, dass dort die Ausübung einer subjektivierten Alltagsreligiosität im Vordergrund steht und nicht die »Veröffentlichung« des Islams als Gegenstand (trans-)staatlicher Integrationspolitik.Damit leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zu der sich in Europa erst langsam etablierenden Soziologie des Islams.
Theresa Beilschmidt
Theresa Beilschmidt (Dr. rer. soc.), geb. 1984, promovierte am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen und arbeitet als Referentin im Bereich Migration, Religion und Integration.
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»Dieses Buch [leistet] einen wichtigen Beitrag zu einer relativ neuen Richtung in der Soziologie – der Soziologie des Islams. Ein besonderer Wert des Buches liegt darin, dass die Autorin, im Unterschied zu anderen Studien, den Islam von unten betrachtet und statt des starken Religionsbegriffes den Begriff der gelebten Religion verwendet. Sie analysiert den Islam hierbei nicht als eine Quelle von Konflikten und einer Frage der Politik, sondern setzt den Schwerpunkt auf dem Umgang von MuslimInnen mit Religion, ihren Interpretationen und Integration der Religion im Alltag.«
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Besprochen in:www.socialnet.de, 22.01.2016, Jos Schnurerdiesseits, 29/116 (2016)Politische Bildung, 3 (2017)Salzburger Theologische Zeitschrift, 2 (2016), Cordula HeuptsTheologische Revue, 113/6 (2017), Levent TezcanÜberblick, 4 (2021)
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