For humankind, education is an understanding of one's self and the world. Motivated by the impulse of Czech dissident Jan Patocka's (1907-1977) »asubjective pedagogy«, Anselm Böhmer experiments with philosophico-educational drafts from history and (recent) modernity. He utilizes Patocka's educational theory in the current debates concerning education and competence and finds a distinct position in this discourse - precisely owing to discreet-appearing deviations. The following is made clear: that education should be compared less with the acquisition of competence and rather with feeling one's way through attempts to comprehend the self and the world.
Was heißt Bildung für den Menschen? Die Impulse einer »asubjektiven Pädagogik« machen deutlich: Es geht weniger um Kompetenzerwerb als vielmehr um den tastenden Versuch, sich und die Welt zu begreifen.
Bildung ist für den Menschen Selbst- und Weltverständigung. Motiviert durch die Impulse einer »asubjektiven Pädagogik« des tschechischen Dissidenten Jan Patocka (1907-1977) experimentiert Anselm Böhmer mit bildungsphilosophischen Entwürfen aus Geschichte und (jüngerer) Gegenwart. Er nutzt die Bildungstheorie Patockas für die aktuellen Debatten um Bildung sowie Kompetenz und findet eine eigene Position in diesem Diskurs – gerade aufgrund der sich diskret zeigenden Differenzen. Deutlich wird: Bildung sollte weniger mit Kompetenzerwerb gleichgesetzt werden als vielmehr mit tastenden Versuchen, sich und die Welt zu begreifen.
Anselm Böhmer
Anselm Böhmer (Prof. Dr.), geb. 1968, ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Der Erziehungswissenschaftler hatte Professuren für Soziale Arbeit inne und war 2015 Gastwissenschaftler an der University of South Australia, Adelaide.
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»Dieses tiefgründige und durchweg lesenswerte Buch verdient höchste Aufmerksamkeit. Es wagt in einem vielseitigen und aktuell hochgehandelten Bildungsdiskurs einen durchweg kritischen Blick, der durchaus im Kontext Sozialer Arbeit rezipiert werden kann.Diese Lektüre [empfiehlt sich] für alle in der Sozialen Arbeit Tätigen, ggf. als selbstkritische Folie für eigene Praxisvollzüge.«
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