Die pragmatistische Kritik Rortys am Fundierungsanspruch zählt zu den größten Herausforderungen der gegenwärtigen Philosophie. Der Band eröffnet neue Einsichten in die Ähnlichkeiten dieses Denkens mit der negativen Dialektik Adornos.
Das Zentrum der Philosophie Rortys bildet keine – wie oftmals angenommen – neue Spielart des Relativismus, sondern die Kritik am philosophischen Fundierungsanspruch. Bernd Kronenberg rekonstruiert das neopragmatische Modell hinter dieser Kritik, das von sozialen Praktiken statt von Wissensfundamenten ausgeht. Hieran knüpft der Versuch einer Neuinterpretation der Negativen Dialektik Adornos an: Jener Fundierungsanspruch bestätigt die Vorherrschaft identifizierenden Denkens, das durch die gesellschaftlichen Praktiken der Gleichsetzung in der Realität verankert ist, die das Denken ihrerseits prägt. Das Buch entfaltet diese Dialektik im sprachphilosophischen, erkenntnis- und gesellschaftstheoretischen Kontext.
Bernd Kronenberg
Bernd Kronenberg (Dr. phil.) hat an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam promoviert und lebt in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Gebieten der Gesellschafts- und Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie sowie neuzeitlichen Metaphysik und Metaphysikkritik.
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