Die Produktivität von Menschen mit Behinderung zu steigern, war lange die Kernstrategie der bundesdeutschen Behindertenpolitik. Wie viel der Umgang mit Behinderung über eine Gesellschaft aussagt, stellt dieser Band eindrücklich unter Beweis.
Die von der Zeitgeschichte bislang kaum beachtete Analysekategorie »Behinderung« erschließt einen neuen Blick auf komplexe, gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge in der Bundesrepublik Deutschland. Unter der Leitfrage, wie sich die Kategorie »Behinderung« in wissenschaftlichen und politischen Diskursen konstituiert, untersucht Elsbeth Bösl die bundesdeutsche Behindertenpolitik. Die historische Analyse zeigt, dass diese Politik bis Mitte der 1970er Jahre primär auf die funktionale Normalisierung von Menschen mit Behinderungen sowie die Herstellung von Erwerbsfähigkeit und Produktivität gerichtet war.
Elsbeth Bösl
Elsbeth Bösl (Dr. phil.), geb. 1978, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr München. Sie hat Geschichte und Archäologie studiert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschafts- und Technikgeschichte und der Disability History.
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»Bösl liefert [...] nicht nur einen zeitgeschichtlich wertvollen Beitrag, sondern schließt an aktuelle Debatten zum Diversity Management an, welche oftmals den kritischen Blick auf sozial konstruierte Kategorien und Normalisierungs-/Normierungsdiskurse vermissen lassen.«
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»[Das Buch eignet sich] für eine breite Zielgruppe und ist, neben behindertenpolitischen Interessenvertretungen, allen mit einem Interesse an Zeitgeschichte, Behindertenpädagogik, Disability Studies und Dis/ability History mit Nachdruck zu empfehlen.«
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»Disability policy has [...] come to encompass equality or civil rights policies as well as social welfare and rehabilitation policies. It is the accomplishment of this book to have shown how these developments took place.«
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»[Die Analyse liefert] spannende Einsichten für die zeitgeschichtliche Rekonstruktion der Behindertengeschichte, der Geschichte der Behindertenpolitik und der politischen Praxis des Umgangs mit Behinderung für Deutschland. Darüber hinaus leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zur Historisierung der in Deutschland sich etablierenden Disability Studies im Sinne einer ›Disability History‹.«
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»Die künftige Forschung zur Geschichte von Menschen mit Behinderungen in der Bundesrepublik wird an Elsbeth Bösls Pionierstudie nicht vorbeikommen.«
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»Disability policy has [...] come to encompass equality or civil rights policies as well as social welfare and rehabilitation policies. It is the accomplishment of this book to have shown how these developments took place.«
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