Die Konstruktionen von Nation und Multikulturalität bauen nicht nur auf Vorstellungen von Ethnizität auf. Auch Bilder von Geschlechtlichkeit spielen dabei eine Rolle. Die Studie weist diese Zusammenhänge zwischen Ethnizität und Geschlecht anhand von filmischem Material nach.
Wie sind Geschlecht und Ethnizität miteinander verflochten?Anhand einer kulturwissenschaftlichen Filmanalyse setzt J. Seipel diese Frage in Beziehung mit Theorien zu Nation und Multikulturalismus und kann so die Bedeutung der Repräsentation von Migrantinnen und Migranten für gesellschaftliche Prozesse der Konstruktion und für das Selbstverständnis eines multikulturalistischen Nationengebildes aufzeigen. Der Fokus auf Australien liefert dabei einen im deutschsprachigen Raum bisher wenig diskutierten sozialen und kulturellen Hintergrund. Damit bietet der Band die Möglichkeit für Reflexionen und eine Erweiterung des eigenen Blicks.
J. Seipel
J. Seipel (Dr. phil.) forscht und lehrt in den Bereichen Film- und Kulturwissenschaften sowie Queer und Gender Studies und ist in der nicht-kommerziellen Kinoarbeit in Schweden und der BRD aktiv.
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