Durch eine Adoption bekommt der zweijährige Martin
ein neues Zuhause und eine neue Mama. Das ist nicht in
Deutschland, und dadurch ergibt es sich, daß die Mutter
in den ersten Tagen mit nur zwei von vier Kindern alleine
ist. Sie nutzt die Gelegenheit, jeden Abend ein kleines Tagebuch
zu führen.
Mit kleinen Begebenheiten beschreibt die Autorin die anfänglichen
Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Sie
erzählt von eigenen Zweifeln und Ängsten, vom Heimweh
des Kindes nach seinem früheren Zuhause, von seiner großen
Angst, dem ewigen Hunger und von der überwältigenden
Freude, als der Junge sie zum erstenmal „Mama“ nennt
und seinen eigenen neuen Namen akzeptiert. Aber das neue
Kind ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für die fünfjährige
Schwester eine nicht leichte Aufgabe, die jedoch zu
gelingen verspricht.
Hildegard Limmer